Archive from April, 2010
Apr 28, 2010 - Multimedial, Social Media    1 Comment

Bilder online bearbeiten und teilen

TwitPic, Flickr und Co bekommen einen Gefährten. Mit der Kombination aus Pixlr und Imm.io erreicht man Bildbearbeitung in (beinahe) Photoshop-Qualität und der Möglichkeit Bilder via Kurz-URL zu teilen.

Bildbearbeitung im Browser mit Pixlr (Quelle: Screenshot pixlr.com)

Zur Bildbearbeitung gibt es eine Menge Tools. Vom Profi-Werkzeug Photoshop, über Gimp, bis zu einer Menge weiterer, mehr oder weniger teuren Alternativen. Eine kostenlose, browserbasierte Variante bietet inzwischen Pixlr. Hier kann man Fotos nicht nur beinahe auf dem Niveau von Photoshop bearbeiten, sondern auch über den Fotosharing-Dienst Imm.io sehr einfach mit anderen teilen.

Bildbearbeitung im Browser mit Pixlr (Quelle: Screenshot pixlr.com)

Fotosharing mit Imm.io (Quelle: Screenshot http://imm.io)

Doch damit nicht genug. Durch eine Desktopanwendung (für Windows), sowie AddOns für Chrome und Firefox wird dem User die Möglichkeit gegeben aus dem alltäglichen Arbeiten heraus Bilder zu bearbeiten.

Für das Blog suche ich meist Bilder die “public domain” sind, oder die einer CC-Lizenz unterliegen. Inzwischen speichere ich die Bilder nicht erst, lade sie in die Bearbeitungssoftware und speichere sie im passenden Format erneut. Der Workflow sieht mittlerweile wie folgt aus:

Bild suchen, Klick mit der rechten Maustaste, Bild in Pixlr öffnen, beschneiden, speichern und in WordPress hochladen. Das AddOn für den Firefox habe ich im portablen Firefox integriert, so dass ich den Workflow an jedem beliebigen Rechner beibehalten kann.

So bin ich schneller und unabhängiger von Software und nutze ein Produkt, dass sich im sozialen Netz schnell steigender Beliebtheit erfreut. Die Fanpage bei Facebook ist hierfür ein gutes Beispiel. Vor allem, da die Macher von Pixlr sehr schnell und unkompliziert über diesen Kanal erreichbar sind und sie Verbesserungsvorschläge der Community aufnehmen und falls sinnvoll in ihr Produkt integrieren.

So schreibt ein Fan bei Facebook: “Awesome tool guys! I love it. As a suggestion: colour replacer tool (replace selected colour with another. I couldn’t find it anywhere and it is something I used quite frequently with PSP.” (Quelle: Colin Katz Smith auf der Pixlr Fanpage)

Die Antwort nach knapp drei Stunden: “Agreed and will be added.”

So wird der Kommunikationskanal Social Media in bestmöglicher Weise genutzt. Zugleich bedient der Fotosharing-Dienst Imm.io die Bedürfnisse eben dieser Community nach einer weiteren Möglichkeit des einfachen und schnellen Imagesharings, via Kurz-URL.

Apr 28, 2010 - Social Media    2 Comments

Zu alt für Social Media?

Im Interview auf Netzökonom erklärt Sandra Sieber, viele Führungskräfte in Deutschland seien zu alt für Social Media. Sie würden die Kommunikationsprinzipien und das gesamte System nicht mehr verstehen. Ich widerspreche und sage, die Verständnishürde hat nichts mit dem Alter zu tun.

Social Networks (Quelle: 10ch / Lizenz: cc-by)

Danach gefragt, warum in den meisten Fällen “Social Media”-Bemühungen nie aus der traditionellen Firmenhierarchie heraus entstehen, antwortet Frau Sieber:

“Weil die Führungskräfte zu alt sind, weil sie die Vorteile nicht sehen, weil sie sich nicht vorstellen können, wie soziale Medien funktionieren.” (Quelle: netzökonom)

Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch sagen, dass das Verständnis für die neuen Kommunikationswege und -kanäle im Netz nichts mit dem realen Alter einer Person zu tun hat. Viele ältere Menschen in meinem Bekanntenkreis (auch in Unternehmen), nutzen Social Media, vernetzen sich und verstehen die Möglichkeiten sehr gut.

Eine nicht unbeträchtliche Anzahl jüngerer Menschen in meinem Umfeld hingegen verstehen die Implikationen des Web2.0 nicht.

Viel mehr liegt dem fehlenden Verständnis von Social Media eine fehlende Bereitschaft zum spielen, zum erkunden, forschen und weiterentwickeln zugrunde.

“Kann ich nicht auch eine Mail schicken?”

Diese Frage im Bezug auf die Vorteile von Twitter musste ich leider widerlegen. Eine kurze Erklärung, was Twitter ist, wie man es nutzen kann und wie sich die Vorteile begründen, verbunden mit einer Demonstration half hier recht schnell weiter.

Natürlich gibt es eine größere Anzahl an älteren Nutzern (und Firmenchefs) im Netz, die aufgrund ihrer persönlichen Motivation bislang die sozialen Medien nicht ausgiebig genutzt haben. Daher mag der pauschalisierte Fehlschluss von Frau Sieber nachvollziehbar sein. Dennoch geht in meinen Augen diese Einschätzung am Kern des Problems vorbei.

Für Unternehmen müssen Berater oder interessierte/motivierte Mitarbeiter Wege finden, die Vorteile und Nutzungsmöglichkeiten der neuen Kanäle einfach, kurz und verständlich zu erläutern.

Ein gutes Beispiel ist hier einem Artikel auf “Spiegel Online” im Bezug auf Facebooks “I like”-Button gelungen:

“Wenn man sich das Netz als Fressgasse vorstellt und Web-Seiten als Restaurants, dann hat Facebook den Seitenbetreibern soeben folgenden verwegenen Plan vorgestellt: Wir stellen alle Kellner, überall. Unsere Kellner erzählen euren Gästen, was ihre Freunde hier schon mal gegessen haben, was ihnen gefallen hat. [...] Wir verraten euch, wie alt eure Gäste sind, woher sie kommen und wie oft sie hier sind.” (Quelle: “Spiegel Online“)

Auf dem Weg intelligenter Analogien erreicht man, dass durch die Übersetzung in die bekannte Erfahrungswelt, beim Zuhörer die digitalen Neuerungen greifbar, vergleichbar werden. Das Web2.0 wird so beinahe sinnlich erfahrbar. In vielen Fällen ein Weg, den schon die klassische Rhetorik vor 2000 Jahren vorgestellt hat. Den Zuhörer in seiner Lebenswirklichkeit abzuholen.

Kommunikations-Verständnis und PR-GAU

Ein anderweitig fehlerhaft hergeleitetes Verständnis von Social Media führt sonst schnell zu einem GAU, wie das Kommunikationsdesaster auf der Facebook-Fanseite von Nestlé zeigt. Klaus Eck hat diese Vorgänge klug kommentiert:

“Der Fall Nestlé verdeutlicht, wie wichtig es ist, in Social Media nicht nur einzelne Kanäle aufzubauen, sondern diese auch aktiv zu nutzen. Rund 760.000 Kitkat-Fans auf Facebook stellen ein großes (positives) Potential dar. Warum sollte Nestlé diesen Platz kampflos räumen? Auf Twitter und Facebook reicht es eben nicht aus, dort präsent zu sein. Die Technik kann immer nur ein Hilfsmittel sein. Jetzt ist die PR auch in Social Media gefragt und sollte Twitter und Facebook für eine aktive Reaktion nutzen statt nur zuzuschauen.” (Quelle: PR Blogger)

Zu den dafür notwendigen Qualifikationen innerhalb der PR/Kommunikationsabteilung gehören daher zukünftig auch und vor allem networking-skills.

“The technology will begin to fade into the background so that people can focus on the relationships that are created because of the technologies, not the technologies themselves.” (Quelle: Charlene Li)

Natürlich lassen sich die notwendigen Skills erlernen. Kommunkation, Sprachtonalität in sozialen Medien, Netzwerker-Fähigkeiten. All dies wird zukünftig immer stärker in den entsprechenden Abteilungen der Firmen gefragt sein. Für Talente in diesem Bereich eröffnen sich jedoch gute Möglichkeiten, einen Einstieg in entsprechende Unternehmen zu erhalten.

Dennoch ist für die meisten Unternehmen eine große Rekrutierungs-Welle nicht zwingend nötig. Eine klare Strategie, Ideen und dabei auf vorhandenes Wissen der Mitarbeiter zurückgreifen ist für viele Unternehmen, zumindest für die ersten Schritte im Web2.0 sicherlich ausreichend.

Im Zweifel, ab einer kritischen Größe der Bemühungen im Social Web, sollte man jedoch eine verantwortliche Person benennen, die für diese Kommunikationswege und deren Organisation verantwortlich ist. Allerdings wird das soziale Netz derart alltäglich werden in den kommenden Jahren, was bedeutet, dass Posten wie “Social Media Manager” oder “Head of Social Media” zwar nette Titel, aber absolut temporäre Erscheinungen sind.

Diese Suche nach Talenten wird im folgenden Zitat und dem vorangehenden, sehr lesenswerten Artikel, gut beschrieben:

Vor diesen Herausforderungen stehen zwangsläufig alle Unternehmen, weil das Netz – und damit auch die Netzwirtschaft – sich verändert. Danach wird der Run auf die Talente beginnen, egal, ob sie Community- oder PR-Manager heißen werden.” (Quelle: cluetrainpr.de)

Aber auch hier hat Talent nichts mit dem Alter, sondern mit der Bereitschaft zu lernen und sich weiterzuentwickeln zu tun. Es wird auch in fünf Jahren gute Community-Manager im Alter zwischen 50 und 65 geben.

Apr 27, 2010 - Social Media    4 Comments

Facebook ist wieder der Klassenprimus

Bei Facebook hat man sich vermutlich schon daran gewöhnt. Man ist der Klassenprimus. In Deutschland liegt das soziale Netzwerk bei den Nutzerzahlen vor allen anderen Netzwerken. Einzig die VZ-Gruppe kann in Summe noch mehr Nutzer für sich gewinnen.

"Mark Zuckerberg" (Quelle: Brian Solis / Lizenz: cc-by-sa)

“Facebook ist auch in Deutschland nicht aufzuhalten. Im März besuchten 15 Millionen Internetnutzer (Unique Audience) in Deutschland die Facebook-Seite, 291 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit ist Facebook mit Abstand das meistbesuchte soziale Netzwerk.” (Quelle: Netzökonom)

Einzig in der Summe ihrer einzelnen Netzwerke kommt die VZ-Gruppe nach aktiven Nutzern noch vor Facebook. In Deutschland weit abgeschlagen liegen dagegen Netzwerke wie Twitter, Xing, Lokalisten oder MySpace. Einzig wer-kennt-wen kann nach Nutzerzahlen noch mithalten. “wkw” kommt hierbei auf 7,5 Millionen Nutzer und verzeichnet damit 27 Prozent Zuwachs.

Sowohl in der Nutzerzahl, als auch bei den Verlusten bildet das Lokalisten-Netzwerk das Schlusslicht. 19 Prozent Verlust im Jahresvergleich und mit 1,8 Millionen Nutzern nicht mehr allzu weit vom unteren Rand der kritischen Masse entfernt dürfte es schwer werden.

Allerdings sind die mehr als 450 Millionen Nutzer weltweit für Facebook-gründer Mark Zuckerberg nicht genug. Auf der Entwicklerkonferenz f8 blies er zum Angriff auf Google. Facebook will sich ins gesamte Netz expandieren. Vorrangig hierfür ist er neue “I like”-Button. Mit diesem Button, der in wenigen Minuten in die eigene Seite integriert ist, wird es Facebook-Nutzern ermöglicht eine Seite zu empfehlen. Klickt der Nutzer den Button, erscheint die Aktion in seinem Livestream, sichtbar für all seine Freunde. Bislang war dies nur bei Fanseiten innerhalb des Netzwerks möglich.

Der eigene Webauftritt wird so zur Fanseite. Mit der Möglichkeit Kommentarfelder und andere Widgets von Facebook einzubinden, wird diese Entwicklung weitergeführt und unterstützt.

“Sollte der Plan funktionieren, könnte das Facebook-Werbenetz sogar besser als das Google-System werden. ” (Quelle: Netzökonom)

Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie schon mit einfachsten Mitteln die Gelegenheit bekommen den Traffic, der sonst bei einer Facebook-Fanpage entstanden wäre, zu sich zurück zu führen. Die eigene Web-Präsens wird zu Fanpage. Diese muss dafür jedoch auch den Anforderung der Nutzer genügen. Kommentarfunktionalität, Twitter-Stream, etc sind Möglichkeiten, die mehrdimensionale Kommunikation zu ermöglichen.

Entscheidend ist jedoch auch weiterhin der Unique Content. Einzigartige Inhalte, mit einem Mehrwert für den Nutzer werden auch zukünftig besser empfohlen werden.

Der Erfolg, trotz berechtigter Datenschutzbedenken, gibt Zuckerberg recht. Mit der Seite likebutton.me hat sich schon ein Inhalte-Aggregator entwickelt, der auf den Likes der Facebook-Nutzer basierend Inhalte darstellt.

Wie Google reagieren wird bleibt abzuwarten. Die Aussagen, Google fühle sich trotz seiner Position im Netz als ein “getriebenes Unternehmen”, bewahrheiten sich jedenfalls einmal mehr.

Apr 23, 2010 - Social Media    2 Comments

Google weiß wann ich schlafe

Ich teste gerade verschiedene Dienste von Google. Webmaster Tools, Analytics, Trends und auch das Webprotokoll. Dabei ist mir aufgefallen, dass schon im kleinen meine Daten sehr viel verraten.

Google weiß wann ich schlafe (Quelle: Screenshot)

Die Debatte um Google und den Datenschutz ist in den vergangenen Wochen ein viel diskutiertes Thema. Streetview, Googles Rückzug aus China und nun das Scannen von WLAN-Netzwerken. Letzteres führt zu neuer Aufregung.

Nach gegenwärtigen Erkenntnissen ist davon auszugehen, dass neben der örtlichen Erfassung, dem Verschlüsselungsstatus der Geräte, der weltweit eindeutigen MAC-Adresse auch der vom Betreiber vergebene Name (sogenannte SSID) gespeichert wurde. Bei letzterer verwenden Privatpersonen nicht selten ihre Klarnamen oder andere auf sie hinweisende Informationen. Sowohl mit Blick auf die Benutzung des eigenen Namens als auch auf die Möglichkeit, die WLAN-Netze aufgrund ihrer örtlichen Lage Bewohnern von Häusern zuzuordnen, handelt es sich um die Erfassung und Speicherung personenbezogener Daten und deren Übertragung in die USA. (Quelle: PM des Bundesbeauftragten für Datenschutz)

Bislang hat Google seine Aktionen ab einem gewissen Punkt der “Serienreife” zumeinst recht offen kommuniziert. In diesem Fall wurde von der bislang üblichen Informationspolitik abgewichen. Hier muss und kann man mit Kritik ansetzen. Die Aufregung um das Thema ist jedoch nur bedingt nachvollziehbar.

Die vom WLAN abgestrahlten Daten sind nun erst mal öffentlich zugänglich. Die weitaus meisten WLANs übertragen auch keine personenbezogenen Daten. [...] Jedenfalls steht es jedem Nutzer frei, wie er sein WLAN nennt. Was aus dem Verschlüsselungsstatus groß hergeleitet werden soll – Fragezeichen. (Quelle: law blog)

Ich stamme ja aus dem ländlichen Raum. Hier kann man die einzelnen WLAN-Netzwerke schon eher mal einer bestimmten Adresse zuordnen. Google veröffentlicht diese Daten jedoch (bislang) nicht.

Gegenüber heise online räumt Google die Aktion ein. Dabei gehe es um die WLAN-gestützte Ortung, die bei Smartphones, zum beispiel bei der mobilen Verwendung von Google Maps, ohne GPS erfolge. Google betont auch, die Daten würden “aggregiert und anonymisiert”.

Bislang bin ich davon ausgegangen, dass die Ortung beim mobilen Maps nach der Signalstärke der Funkmasten erfolgt. Scheinbar finden auch die gescannten WLANs Eingang in die Ortung, die überraschend gut ist.

Das Scannen der WLANs ist also erst einmal (heutiger Stand) nicht besonders kritisch. Dennoch ist die Informationspolitik zu kritisieren. Wer Kontrolle über seine Daten im Netz haben will, muss sich jedoch bewusst dafür entscheiden. Das Webprotokoll bietet einen guten Einblick in die Dinge, die Google über den Surfer speichert. Ein kleiner Selbstversuch kann hier aufschlussreiche Informationen liefern. Wer mehr über die Sichtweise von Google auf das Thema Datenschutz haben will, findet dies im Datenschutz Center.

Persönlich finde ich es interessant, wenn auch kritisch bedenkenswert, wie Google Daten und Informationen aggregiert und dadurch immer wieder den Service für die Nutzer verbessert. Am Beispiel Streetview zeigt sich auch, dass Google immerhin (meist) öffentlich kommuniziert, was das Unternehmen tut. Andere Unternehmen in Deutschland fotografieren ebenfalls Straßenzüge. Nur diese Unternehmen sprechen nicht darüber, verdienen mit diesen Daten jedoch gutes Geld.

Apr 22, 2010 - Social Media    No Comments

Empfehlung: Guter Beitrag zu Social Media in Unternehmen

Die Tatsache, dass das Thema Social Media noch nicht richtig in den meisten Unternehmen angekommen ist, wird von den ersten Ergebnissen einer aktuellen Studie der Universität St. Gallen erneut hervorgehoben. Eine Leseempfehlung.

(Quelle: Arthur Caranta / Lizenz: cc-by-sa)

“Dabei erscheint äußerst fraglich, ob die breite Masse der Unternehmen diesen Wandel auf absehbare Zeit meistern kann und will. [...] Insofern lohnt sich eine Investition in soziale Medien, wenn man das eigene Engagement ernst nimmt und als positiven Anlass zur Veränderung einstuft. (Quelle: Alexander Rossmann im Gastbeitrag auf dem Daimler Blog)

So negieren die meisten Unternehmen eine Auswirkung der Social Media Aktivitäten auf ihre bisherigen Unternehmensabläufe. Auch werden Aufwand und andere Faktoren meist unterschätzt. Alles in allem zeichnet der Artikel ein sehr trauriges Bild der Lage.

Interessant ist jedoch, dass sie in einem der Vorzeige-Blog der deutschen Unternehmenslandschaft veröffentlicht wurde. Hier zeigt sich wieder einmal, dass Daimler verstanden hat, dass ein Unternehmensblog nicht dröge sein muss, sondern im Gegenteil, die Nutzer mit überzeugenden Inhalten für sich gewinnen muss.

Apr 22, 2010 - Social Media    No Comments

Stopp “personal branding” – Zeige Leistung

Bei Peter Bihr habe ich einen sehr schönen Beitrag, eigentlich ein Rant, zum Thema “personal branding” gefunden. Er bringt sehr genau auf den Punkt, was das Problem an dieser Form der Online-Präsenz ist.

Quelle: kevindool (Lizenz: cc-by)

You shouldn’t publish stuff to build your personal brand. It’s not a value in itself. (Quelle: Peter Bihr)

Keinen Wert haben für Peter also Beiträge, die nur zum Zweck des “brand building” veröffentlicht werden. Es ist in etwa so, wie berühmt zu sein, um berühmt zu sein.

Viel eher sollte man durch werthaltige Leistung überzeugen, Content produzieren, der für irgendjemand einen Wert darstellt/hat. Derjenige wird verlinken/kommentieren und so wird sich dieser Content verbreiten. Weiterer Content wird andere anziehen, für die diese Inhalte ebenso werthaltig sind. Und so fort. So kommt die “personal brand” als Nebenprodukt.

So stop boasting with your successes and get working on cool stuff! (Quelle: Peter Bihr)

Nach dem Asche-Chaos: Die Folgen in Zahlen

Die deutschen Flughäfen sind wieder geöffnet, der Betrieb im Luftraum normalisiert sich und die gestrandeten Menschen haben Hoffnung zügig nach Hause zu kommen. Die Folgen der Aschewolke jedoch werden nachwirken.

Insgesamt wurden seit vergangenem Donnerstag 95.000 Flüge gestrichen. Davon betroffen waren nicht nur innereuropäische Verbindungen, sondern auch Flüge aus der ganzen Welt mit Ziel Europa.

313 europäische Flughäfen waren am Sonntag dicht. Dies markierte den Höhepunkt der sogenannten Krise. 80 Prozent der Airports waren damit geschlossen. Für die Betreiber bedeutet dies, laut Branchenverband, einen geschätzten Verlust von 1,26 Milliarden Euro. Im Bereich der Flugsicherung bedeutete die Luftraumsperrung zusätzlich einen Ausfall in Höhe von rund 25 Millionen Euro pro Tag.

Nach Angaben des internationalen Luftfahrtverbandes IATA kostete die Vulkanaschewolke die Fluggesellschaften mindestens 1,3 Milliarden Euro.

Wegen im Flugchaos festsitzender Arbeitskräfte erlitt die Wirtschaft nach Angaben der “Royal Bank of Scotland” jeden Tag Produktivitätsverluste in Höhe von 500 Millionen Euro.

Google findet über 65.000 Blogpostings zum Suchwort Vulkanasche, 147.000 zum Suchwort Aschewolke.

@lufthansa_DE hat seit dem 16. April über 60 einzelne Tweets zum Thema Flugausfälle, Aschewolke, Flughafensperrungen, etc. getwittert.

Zu Hochzeiten befassten sich 0,15 Prozent aller Tweets mit dem Thema.

Die Facebook-Gruppe “When Volcanoes Erupt: A Survival Guide for Stranded Travelers” hatte binnen kürzester Zeit 1684 Mitglieder.

Viele Unternehmen haben ihren Mitarbeitern, die im Asche-Chaos stecken geblieben waren, die Möglichkeit gegeben zusätzliche Urlaubstage zu nehmen. Ein sehr lobenswerter Weg.

Schon kurz nach den ersten Luftraumsperren wurde die Seite Volcanohelp.eu gegründet. Hier konnten sich Gestrandete mit Hilfsbereiten vernetzen und Hilfe finden. Hier zeigt sich mal wieder, wie ein schnelles, offenes und soziales Netz auch in Krisenzeiten neben einer reinen Informationsplattform, als Kanal für Hilfe und Unterstützung dienen kann.

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