Apr 21, 2010 - Gesellschaft, Social Media    4 Comments

BILDblog: Abmahnung durch Axel Springer Verlag

Es ist das Recht jeden Unternehmens, also auch jedes Verlags, mit juristischen Mitteln die korrekte Darstellung von Fakten zu bewirken. Oftmals überwiegt jedoch der Imageschaden den gewünschten positiven Effekt.

Screenshot: Springer mahnt Bildblog ab (Quelle: Bildblog)

Das BILDblog, ein Watch-Blog, nicht nur für “BILD” und “bild.de” ist nun laut eigener Aussage mit genau dieser Situation konfrontiert. Aufgrund der entstandenen eigenen Anwaltskosten wird nun im Blog um Spenden gebeten.

“Die Gegenseite teilte uns daraufhin mit, ihre (vermeintlichen) Rechtsansprüche gegen uns nicht weiter verfolgen zu wollen. Weil wir durch unsere Meldung jedoch die Unternehmenspersönlichkeitsrechte Springers verletzt hätten, seien wir dazu verpflichtet, den Schaden zu ersetzen. Das heißt: Wir sollen Springers Anwaltskosten zahlen.” (Quelle: Bildblog)

Auch hier dürfte sich der Streisand-Effekt bewahrheiten. Gerade die Abmahnung gegen einen der präsentesten Blogs in Deutschland wird sich für Springer nicht gerade positiv auswirken. Etwas, das der Verlag jedoch scheinbar bewusst in Kauf nimmt.

“Stefan Niggemeier als Autor des Eintrags und Lukas Heinser als Verantwortlicher im Sinne des Telemediengesetzes, wurden einzeln aufgefordert, eine Unterlassungserklärung abzugeben [...].” (Quelle: Bildblog)

Für die meisten Unternehmen dürfte sich in einem solchen Fall ein Anruf – oder ein Brief (nicht vom Anwalt) im ersten Schritt als sinnvoller erweisen. Hier ist jedoch immer eine Einzelfall-Abwägung vorzunehmen.

4 Kommentare

  • Morgen Sven,

    ich glaube in diesem Fall hat der Streisand-Effekt weniger Auswirkungen. Bei einem “Leitmedium” was durch die unterschiedlichsten Aktionen entweder geliebt oder gehasst wird (und selten beides), kann eine solche Kleinigkeit wahrscheinlich nicht viel ändern. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich recht ungeniert ;)

    Was meinst Du?

    Viele Grüße,
    Rob

  • [...] erstmalig vom Axel-Springer-Verlag abgemahnt wurde. Nachzulesen ist das im BILDBlog. Bei schriftrolle.de wird von dem Vorfall und dem Eintrag beim BILDBlog berichtet, der besagt, dass die Kritiker [...]

  • @Robert: Ich muss Dir sogar zustimmen. Allerdings steht die Axel Springer mit ihrer “Social Media”-Kampagne rund um “Welt Kompakt” nochmal etwas anders da, als es beispielsweise bei der “BILD” der Fall ist. Gerade hier könnte sich die Aktion des AS-Verlags negativ auf das Image auswirken.

    Bei der “Zeitung mit den vier großen Buchstaben” ist dagegen Hopfen und Malz schon vor Jahren verloren. Es gibt diejenigen, die sie gerne Lesen und nicht hinterfragen, die die es nicht zugeben und diejenigen, für die die Zeitung den negativst-denkbaren Ruf hat. Hier wird sich nicht viel ändern.

    In so fern trifft der Streisand-Effekt vielleicht wirklich nicht ganz den Kern. Denn der AS-Verlag wird oft eher mit der Bild-Gruppe, als mit Welt in Verbindung gebracht. (imho)

    Gruß Sven

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