Social Media
No CommentsDer Journalist und die Quellensuche
Auf der Suche nach einem Experten? Eine Deadline, die tödlich ist? Keine Quelle und keine Zeit sich durch Datenbanken zu wühlen, auf der Suche nach einem Experten? In den USA macht ein Soziales Netz für Reporter und Quellen für Furore. Reuters, CNN, ABC, FOX und mehr, sowie nahezu 30.000 Journalisten sind schon an Bord. Die Rede ist von Haro.
Klar, hier geht es auch um PR – das ist eines der erklärten Ziele des Gründers Peter Shankman.
An entrepreneur, author, speaker, and worldwide connector, Peter is recognized worldwide for radically new ways of thinking about Social Media, PR, marketing, advertising, creativity, and customer service. (Quelle HARO)
Doch wie oft sind Kollegen in der Verlegenheit schnell eine geeignete Quelle für ein Statement zu benötigen, Informationen zu bestimmten Zusammenhängen zu suchen und verzweifeln, weil die Deadline mal wieder tödlich ist? Ein solches Netzwerk wie HARO kann hier aushelfen. Und wäre sicherlich auch über den amerikanischen Raum hinaus von Journalisten sinnvoll einsetzbar.
Laut wikipedia.org hatte Shankman das Projekt ursprünglich im Jahr 2007 als Facebook-Gruppe gegründet, später in eine Mailingliste überführt und inzwischen zu dem gemacht, was man auf der Webseite helpareporterout.com sehen kann. Ein Projekt, das also aus dem sozialen Netz gewachsen ist und sich dessen Strukturen und Vorteile von Anfang an zu nutze machen wusste.
Ich höre schon wieder die Warnenden vor einer PR-Überflutung der Presse sprechen. Wie bei jedem Werkzeug droht natürlich auch immer der Missbrauch. Klar – hierbei muss der schreibende Kollege immer darauf achten, dass er eben nicht dem neusten PR-Spin auf den Leim geht. Doch das muss/sollte ein Journalist sowieso immer tun.
Das wälzen in alten Büchern, auf der Suche nach einem Ansprechpartner ließe sich in Zeiten des “Social Web” auf jeden Fall vereinfachen. Und für ein die entsprechende Zeitersparnis wären Verlage und Kollegen sicherlich auch bereit die Beträge, die sie heute für entsprechende Print-Produkte ausgeben für den Zugang zu den Online-Versionen zu zahlen. (Abzüglich der verringerten Distributionskosten vielleicht.)
Ich finde, dass trotz aller PR-Gefahren, die in einem Netzwerk wie HARO lauern, hier wieder einmal ein interessantes Projekt/Produkt geschaffen wurde, das eine klar definierte Zielgruppe (Journalisten und Quellen/Experten) anspricht und diesen von Nutzen sein kann.
