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4 CommentsFacebook ist wieder der Klassenprimus
Bei Facebook hat man sich vermutlich schon daran gewöhnt. Man ist der Klassenprimus. In Deutschland liegt das soziale Netzwerk bei den Nutzerzahlen vor allen anderen Netzwerken. Einzig die VZ-Gruppe kann in Summe noch mehr Nutzer für sich gewinnen.
“Facebook ist auch in Deutschland nicht aufzuhalten. Im März besuchten 15 Millionen Internetnutzer (Unique Audience) in Deutschland die Facebook-Seite, 291 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit ist Facebook mit Abstand das meistbesuchte soziale Netzwerk.” (Quelle: Netzökonom)
Einzig in der Summe ihrer einzelnen Netzwerke kommt die VZ-Gruppe nach aktiven Nutzern noch vor Facebook. In Deutschland weit abgeschlagen liegen dagegen Netzwerke wie Twitter, Xing, Lokalisten oder MySpace. Einzig wer-kennt-wen kann nach Nutzerzahlen noch mithalten. “wkw” kommt hierbei auf 7,5 Millionen Nutzer und verzeichnet damit 27 Prozent Zuwachs.
Sowohl in der Nutzerzahl, als auch bei den Verlusten bildet das Lokalisten-Netzwerk das Schlusslicht. 19 Prozent Verlust im Jahresvergleich und mit 1,8 Millionen Nutzern nicht mehr allzu weit vom unteren Rand der kritischen Masse entfernt dürfte es schwer werden.
Allerdings sind die mehr als 450 Millionen Nutzer weltweit für Facebook-gründer Mark Zuckerberg nicht genug. Auf der Entwicklerkonferenz f8 blies er zum Angriff auf Google. Facebook will sich ins gesamte Netz expandieren. Vorrangig hierfür ist er neue “I like”-Button. Mit diesem Button, der in wenigen Minuten in die eigene Seite integriert ist, wird es Facebook-Nutzern ermöglicht eine Seite zu empfehlen. Klickt der Nutzer den Button, erscheint die Aktion in seinem Livestream, sichtbar für all seine Freunde. Bislang war dies nur bei Fanseiten innerhalb des Netzwerks möglich.
Der eigene Webauftritt wird so zur Fanseite. Mit der Möglichkeit Kommentarfelder und andere Widgets von Facebook einzubinden, wird diese Entwicklung weitergeführt und unterstützt.
“Sollte der Plan funktionieren, könnte das Facebook-Werbenetz sogar besser als das Google-System werden. ” (Quelle: Netzökonom)
Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie schon mit einfachsten Mitteln die Gelegenheit bekommen den Traffic, der sonst bei einer Facebook-Fanpage entstanden wäre, zu sich zurück zu führen. Die eigene Web-Präsens wird zu Fanpage. Diese muss dafür jedoch auch den Anforderung der Nutzer genügen. Kommentarfunktionalität, Twitter-Stream, etc sind Möglichkeiten, die mehrdimensionale Kommunikation zu ermöglichen.
Entscheidend ist jedoch auch weiterhin der Unique Content. Einzigartige Inhalte, mit einem Mehrwert für den Nutzer werden auch zukünftig besser empfohlen werden.
Der Erfolg, trotz berechtigter Datenschutzbedenken, gibt Zuckerberg recht. Mit der Seite likebutton.me hat sich schon ein Inhalte-Aggregator entwickelt, der auf den Likes der Facebook-Nutzer basierend Inhalte darstellt.
Wie Google reagieren wird bleibt abzuwarten. Die Aussagen, Google fühle sich trotz seiner Position im Netz als ein “getriebenes Unternehmen”, bewahrheiten sich jedenfalls einmal mehr.

“Einzig in der Summe ihrer einzelnen Netzwerke kommt die VZ-Gruppe nach aktiven Nutzern noch vor Facebook”
Man muss allerdings auch sagen, dass Facebook in seiner Nutzerstruktur der VZ-Gruppe im Ganzen entspricht. Also kann man nur die komplette VZ-Gruppe mit Facebook vergleichen. Alles andere ist nicht logisch.
@Martin: Dem kann ich bedingt zustimmen. Wer die Vergleichbarkeit anstrebt, der wird diesen Vergleich VZ-Gruppe/Facebook so nutzen. Einen Vorteil bietet die 3er-Struktur der VZ-Netzwerke sogar. Werbung kann hier noch genauer auf eine Zielgruppe zugeschnitten werden. Denn die Zielgruppen teilen sich in den Netzwerken recht gut auf. Bei Facebook ist man hier stärker auf die Daten des Netzwerks angewiesen. Vllt. erklärt das auch (zum Teil) die verstärkte Datensammelwut von Zuckerbergs Firma.
Dennoch sind die VZ-Netzwerke die von Facebook getriebenen, denn bei der Geschwindigkeit, wie neue Nutzer in Deutschland gewonnen werden, werden möglicherweise bald auch Nutzer aus dem einen vollständig in das andere abwandern. Allerdings darf hier wieder das Datenschutzthema nicht unterschätzt werden.
Gruß aus Hamburg
[...] man dem “Klassenprimus” aus den USA lange Zeit hinterher gelaufen ist, hat man hier vielleicht einen Ansatz gefunden [...]
[...] vom “Sterbenden Schwan” hin zum Klassenprimus – [...]