Apr 11, 2010 - Social Media    3 Comments

Unternehmensblogs

Ein eigenes Blog gehört ja heute in Unternehmen zum guten Ton. Kaum eine (größere) Firma verzichtet darauf. Doch kann hier viel falsch gemacht werden.

(Quelle: Screenshot Daimler Blog)

In Zeiten von WordPress und Co. ist es nicht mehr schwer ein dynamisches, schnelles und in der Pflege einfaches Unternehmens-Blog zu erstellen. Doch gerade hier liegt auch schon der Kern des Problems:

“Wir brauchen auch so etwas.”
Oft hat man den Eindruck, dass ohne große konzeptionelle Überlegungen ein Weblog gestartet wird – es haben ja alle und der Erfolg komme schon automatisch, scheinen sich viele Unternehmen zu denken. Selbiges gilt übrigens auch für Fanpages bei Facebook und Co.

Das Daimler-Blog gilt im Netz als Urgestein und Vorbild. Erst seit Oktober 2007 online, überzeugt es durch die Konstanz der Beiträge und eine fast vorbildliche Organisation. Urheber hierbei ist Uwe Knaus. Zur Strategie gehören öffentlich einsehbare Kommentar-Richtlinien und eine Blogging Policy, die als PDF heruntergeladen werden kann.

Im Gegensatz zu vielen Unternehmens-Blogs kommen die Beiträge bei Daimler nicht aus der PR-Abteilung. Sie kommen aus allen Ecken des Unternehmens. So berichten Mitarbeiter aus dem Mutterschutz, Azubis über die Ausbildung, etc. So erhält das Unternehmen durch das Blog ein (bzw. mehrere) glaubwürdiges Gesicht. Das Unternehmen wird auf einer anderen Ebene erfahrbar.

Klar: Auch um Autos geht es im Blog. Gerne aber mal aus einer ungewöhnlichen, unerwarteten Perspektive. Das macht das Blog lesenswert – auch für Menschen, die nicht unbedingt Auto-Fans sind. Die Mannschaft, die hinter dem Blog steht schafft es, regelmäßig interessanten Content zu liefern, der über eine reine Produktbeschreibung und PR-Sprech hinausgeht. So werden Leser gebunden und so wird der Content zum Lesermagnet. Er wird empfohlen, verlinkt und getwittert.

Content ist König
Hier zeigt sich, dass gute Inhalte einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil darstellen. Denn wer will schon PR-Meldungen lesen, die man auch als Postwurfsendung im Briefkasten schon nervig findet?

Ein Unternehmensblog sollte also durch interessante Inhalte, eine transparente Machart und die Personen dahinter überzeugen. Eine PR-Plattform hingegen braucht im Netz kein Mensch. (<– Höchstens die PR-Abteilung, die damit vor dem Vorstand gut dastehen kann.)

3 Kommentare

Deine Meinung? Ich freue mich über Deinen Kommentar!