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No CommentsNutzer von Facebook und Twitter geben mehr aus
Sie haben noch keine Präsenz bei Facebook, noch keinen firmeneigenen Twitter-Account? Eine aktuelle Studie aus den USA zeigt, dass dies finanziell nachteilig für Firmen sein kann. Denn Nutzer der großen sozialen Netzwerke geben online mehr Geld aus.

Nutzer von Facebook und Twitter geben in den USA mehr Geld online aus, als andere Internetnutzer. (Quelle: Remolacha.net pics / Lizenz: cc-by-sa-nc)
Dabei gibt es aber laut der Studie von comscore Unterschiede zwischen den Nutzergruppen, die diese beiden Netzwerke bevölkern. Die Studie untersuchte das Online-Einkaufsverhalten von Nutzern, die in unterschiedlicher Intensität Facebook und Twitter nutzen, im Vergleich zu solchen Menschen, die Online keines der Netzwerke nutzen. Die Studie bezieht sich auf den Zeitraum Q1 2010.
Bei Facebook-Usern nimmt die Bereitschaft online Geld auszugeben mit steigender Nutzungsdauer des Dienstes zu:
Bei Twitter sieht die Grafik dagegen schon ein wenig anders aus:
Bei Twitter sind es eher die mittleren Nutzungsschichten, die dazu tendieren mehr Geld online auszugeben. Definiert werden die Nutzergruppen übrigens in die oberen 20% (Heavy), die folgenden 30% (Medium) und die unteren 50% (Light). Non-Visitor erklärt sich von selbst.
Doch was folgt aus diesen Grafiken? Und was folgt aus den Daten. Für Deutschland scheinen derartige Daten noch nicht vorzuliegen. Daher sollten Sie bei einer Übertragung der Ergebnisse Vorsicht walten lassen. Der Deutsche Onlinemarkt ist dem USA-Markt zwar in einigen Bereichen ähnlich, dennoch nicht 100%ig zu vergleichen.
Eine Tendenz jedoch lässt sich ablesen. Nutzer sozialer Netzwerke, die sich meist sehr frei im Netz bewegen, die das Netz in seinen Facetten zu nutzen wissen, kaufen auch im Netz ein. Je mehr ein Mensch sich im sozialen Netz bewegt, um so interessierter scheint er auch zu sein, seine Einkäufe im Netz zu erledigen, wo er möglicherweise auf entsprechende Empfehlungen gestoßen ist.
Bei beiden Netzwerken liegen die durchschnittlichen Ausgaben im Onlinebereich bei den Nutzern, die die Dienste nutzen signifikant höher, als bei Nichtnutzern. Hier kann für das Marketing angeschlossen werden. Dennoch sollten die Ergebnisse für den deutschen Markt in einer eigenen Studie überprüft werden.
Für Unternehmen ergibt sich jedenfalls ein Bild, das ddarauf schließen lässt, dass es auch aus einer rein monetären Sicht immer sinnvoller wird, sich mit einer guten Präsenz dort aufzuhalten, wo die potentiellen Kunden sind.
Wenn man den Usern von Twitter, Facebook und Co. dann noch einen Mehrwert bietet, der über reine PR und Werbung hinausgeht, so kann man treue Kunden gewinnen, die bei Zufriedenheit die Produkte dort weiterempfehlen, wo sie sie gefunden haben. Im sozialen Netz.

