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1 Comment 750 Worte – Jeden Tag etwas Zeit für sich
Wie viel Zeit widmen wir uns jeden Tag nur für uns selbst? Wie kann ich in meinem vollen Tagesplan noch ein bisschen Zeit nur für mich finden? Weg vom Fernseher, weg vom Rechner, ohne Handy und ohne Buch? Diese Frage beschäftigt mich schon einige Zeit. Auch wenn ich dazu am Rechner sein muss, bietet ein Online-Projekt einen möglicherweise einen interessanten Ansatz.

Ein Tagebuchschreiber war ich nie. Mit 750words kann man versuchen jeden Tag seine Gedanken niederzuschreiben. Privat, geschützt und nicht für die Öffentlichkeit bestimmt. Eine schöne Form den persönlichen Gedankenstrom zu sichern. (Bild: JoelMontes / Lizenz: cc-by-sa)
Ich habe nie ein Tagebuch geführt. Ich habe es in meiner Jugend einmal versucht und bin glorreich gescheitert. Ich führe eine Art Notizbuch für besondere Momente und Erlebnisse, doch schreibe ich hier mehr als unregelmäßig. Ich führe dieses Blog, doch geht es hier nicht vorrangig um mich als Person.
Die Frage danach, wie man im Alltag ein wenig Zeit nur für sich finden kann, nicht abgelenkt vom Rest der kommunikativen Welt und nicht auf der Flucht in ein Buch, diese Frage beschäftigt mich in den letzten Wochen immer öfter. Wege zu finden eine sogenannte “work-life-balance” zu erreichen und die eigenen Batterien auch im Alltag in einem gesunden Ladezustand zu halten. Das sollte doch möglich sein. Und dabei die eigene Kreativität nicht verlieren, sondern zu fördern, wäre perfekt.
Schreibe ich hier, sind die Einträge selten so “ego-zentriert”, so aus einer eigenen emotionalen Erfahrung und aus einem tiefliegenden Wunsch heraus motiviert, wie dieser hier. Ich hoffe diese Form des Postings gefällt trotzdem. Doch ich bin vorhin über eine Seite gestolpert, ein Online-Projekt, das ich Euch nicht vorenthalten will.
Der persönliche Gedankenstrom
Das Projekt heißt “750 Words” und ist eigentlich nichts weiter als ein einfaches und simples Online-Tagebuch, das man führt mit der Vorgabe, jeden Tag 750 Worte zu schreiben. Jeden Tag kann man sich eine Erinnerung schicken lassen und so motiviert werden, dass man schreiben wollte.
Dieses Projekt teste ich aus und versuche für mich zu ergründen, ob dies ein gangbarer Weg ist, jeden Tag ein bisschen Zeit für mich und meine Gedanken aufzuwenden. Ich bin neugierig.
Wenn Ihr selbst testen wollt, ob diese Form der Zeitfindung was für Euch ist findet ihr das Projekt unter 750words.
Schreibt Ihr selbst? Wäre dies eine Idee für Euch? Wie findet Ihr den persönlicheren Stil? Ich bin gespannt auf Eure Antworten.
ps.: Wer will kann sich auch mit der Nutzergemeinde in sogenannten Monats-Challanges messen und sich so motivieren jeden Tag zu schreiben. Auch interessante Auswertungen der Einträge, nur persönlich einsehbar, stehen zur Verfügung. Soch der eigene Gedankenstrom steht immer im Vordergrund.
pps.: Ihr könnt mir auch auf Twitter folgen.
Auch die meiste Musik gibt es nicht ohne Proberäume; warum sollte es gerade bei Wörtern, Sätzen und Texten anders sein? Die Schriftform allein und der Zwang zu schreiben wird sich sicher von Situation zu Situation als unterschiedlich produktiv erweisen. Aber das Vorhaben muss ja auch nicht produktiv gemeint sein, und die Schriftform ‘privater Zeit’ muss ja nicht die üblichen Gespräche ersetzen.
Dialogisch bleibt das ganze Vorhaben ‘als Geste’ natürlich sowieso: man tut halt so, als schaue jemand zu, indem man etwas fixiert, etwas niederschreibt.
Den Wunsch, neben der Arbeit noch privat produktiv zu sein, kenne ich: Viel Spaß beim ‘literarischen Ich’ und pass auf, dass es nicht in Arbeit, sondern tatsächlich in private Zeit ausartet!