Archive from August, 2010
Aug 12, 2010 - Gesellschaft    1 Comment

Lohndumping ist staatliche Subvention

Ich muss einfach mal wieder etwas aus dem Bereich der Gesellschafts-Themen posten. “Spiegel Online” beschreibt heute in einem Artikel, dass der deutsche Staat seit der Einführung von Hartz IV Niedriglöhne mit über 50 Milliarden Euro aufgestockt hat. Meine Interpretation dieser Aussage weicht jedoch vom “spon”-Text massiv ab.

Der Niedriglohnsektor in Deutschland würde in verschiedenen EU-Staaten in vielen Bereichen gegen Gesetze verstoßen. In Deutschland kommt der Staat für die notwendigen Kosten für Unterhalt auf. (Bild a_kep / Lizenz: cc-by-sa-nc)

Die Zahlen sind gravierend. So teilte das Institut für Arbeit und Qualifikation der Uni Duisburg mit, rund 20,7 Prozent der Beschäftigten in Deutschland hätten 2008 einen Lohn unterhalb der Niedriglohnschwelle (Industriestaaten) erhalten. Ein Fünftel der Bevölkerung muss trotz Arbeit inzwischen also vom Staat unterstützt werden, um überhaupt überlebensfähig zu sein. Eine derart große Menge an Menschen können nicht von ihrer eigenen Hände arbeit leben. Menschen die arbeiten wollen, aber keine Arbeit finden sind da noch nicht eingerechnet.

Seit der Einführung der Hartz-IV-Gesetze 2005 wurden also über 50 Milliarden Euro in den Niedriglohnsektor gepumpt. Einzig, damit Menschen, die von den Einkünften aus ihrer Arbeit nicht (Über-)Leben könnten, nicht auf der Straße sitzen, verhungern, etc.

“Mit rund 70 Prozent stellen die Frauen den weitaus größten Teil der Niedriglöhner. Auch Minijobber, junge Menschen und gering Qualifizierte sind oft darunter. Besonders betroffene Branchen sind etwa das Gastgewerbe, der Einzelhandel sowie das Gesundheits- und Sozialwesen. Aber auch andere Berufsgruppen verdienen sehr wenig.” (Quelle: “Spiegel Online“)

Linkspartei-Chef Klaus Ernst sprach daher laut “Augsburger Allgemeinen” auch von einer “Subventionierung des Niedriglohnsektors”. Unabhängig von einer politischen Wertung der Positionen der Linkspartei muss ich ihrem Chef an dieser Stelle zustimmen. Es handelt sich in meinen Augen um eine massive Subvention die für Unternehmen einen großen reiz darstellt, die bestehenden Verhältnisse nicht zu ändern.

Unternehmerisch gedacht gibt es keinen Grund die Verhältnisse zu ändern, solange der Staat die Niedriglohnarbieter unterstützt und die Arbeitgeber so auf eine entsprechend hohe Anzahl von Arbeitswilligen zurückgreifen können, die die Arbeit für solche Löhne ausführen.

Solange es nicht zu einer Verknappung der Arbeitswilligen kommt, oder der Staat sich zu einem Mindestlohn durchringt, funktionieren hier die grundlegenden Marktwirtschaftlichen Prinzipien. Ein Angebot (an Arbeitskräften), das über der Nachfrage liegt wird den Preis für das Angebot (Arbeit) auf sehr niedrigem Niveau belassen. Ein sogenanntes Marktgleichgewicht.

Natürlich gibt es hier noch weitere Faktoren, die diesen Umstand begünstigen. Dennoch könnte man auch einmal ausrechnen, wie viel Arbeitsplätze tatsächlich durch die Einführung eines Mindestlohnes verloren gingen (man bedenke auch eine steigende Binnennachfrage) – und welche Kosten dadurch auf die Sozialsysteme zu kämen. Dies gegengerechnet mit den Einsparungen an “Subventionen” (Aufstockungen) im Niedriglohnsektor, sollte eine valide Nutzen-Kosten-Rechnung ergeben.

Objektive Zahlen würden belegen oder widerlegen, was die Wirtschafts- und Sozialpolitiker der unterschiedlichen politischen Richtungen behaupten.

Geht der Text bei “Spiegel Online” also primär darauf ein, wie unterschiedliche politische Richtungen diese Zahlen für ihre ideologische Argumentation nutzen, frage ich nach Anreizsystemen, die für Unternehmen greifen, wenn der Staat indirekte Subventionen durch Aufstockung von Löhnen vergibt.

Eigentlich sind derartige Arbeitsbedingungen strukturell ähnlich gelagert, wie zu Zeiten, als Gewerkschaften gegründet wurden und auf der Bühne der Geschichte erschienen. Fraglich ist jedoch, wo die Gewerkschaften heute sind, wenn es um diese Themen geht.

Zusätzlich spielen hier natürlich ethische und moralische Fragen eine Rolle. Ist es menschenwürdig, wenn man von seiner eigenen Hände Arbeit nicht leben kann? Ist es wünschenswert, dass eine Gesellschaft ein derartiges Prekariat bewusst erschafft? Vielleicht kann mir ja auch ein Ökonom erklären, dass das nicht nur wirtschaftlich, sondern auch ethisch Sinn macht.

Leseempfehlung: Schade ich mir, wenn ich Wissen weitergebe?

Die Weitergabe von Wissen wird von vielen Menschen noch immer als problematischer Akt weitergegeben. Knappe Ressourcen sorgen ökonomisch betrachtet für einen höheren Preis/Gewinn. Wissen weiter zu geben könnte also dazu führen, dass die Konkurrenz steigt und die eigenen (Verdienst)-Möglichkeiten zurückgehen.

Bücher, Blogpostings oder lesenswerte Artikel. Die Kategorie "Leseempfehlung" verweist auf spannende und lehrreiche Einträge. (Bild: Ranoush / Lizenz: cc-by-sa)

Auf dem “wordweb blog” untersucht  Barbara Frolik die Frage, in wie fern die Weitergabe von Wissen die eigenen Möglichkeiten zur Auftragsgewinnung reduziert. Es könnte ja sein, dass durch die Weitergabe Konkurrenz erzeugt würde, die mich dann in meinen Bemühungen unterbieten könnte. Ein ganz normaler, ökonomisch hervorragend untersuchter Vorgang.

Doch bringt Barbara einen sehr guten Aspekt ein:

“Wenn ich viel weiss, aber niemand weiss, dass ich viel weiss, was nützt mir dieses Wissen dann? Die Antwort auf diese Frage darf sich jeder selbst ausdenken. Wer von seinem Wissen profitieren will, macht keinen Fehler, wenn er mit anderen teilt, was er weiss.”

Ich kann ihre Ansichten nur teilen und aus eigener Erfahrung bestätigen. Ihr seid anderer Meinung? Ihr stimmt zu? Ich bitte um Kommentare.

Aug 10, 2010 - Gesellschaft, Social Media    3 Comments

Soziale Netzwerke: Freundschaft wird überbewertet

Der Begriff der Freundschaft erscheint in Zeiten sozialer Netzwerke überstrapaziert. Das Zeichen scheint unklar zu werden. Vielleicht ist es Zeit für eine neue Sprachregelung in sozialen Netzwerken.

Papageien bei der Gefiederpflege. Ein Symbol für freundschaft zwischen Tieren. Kann für unsere Gesellschaft ein einzelner Begriff für die unterschiedlichen Dimensionen von Beziehungen/Kontakten ausreichen? (Bild ^riza^ / Lizenz: cc-by)

Was bedeutet Freundschaft? Was verbinden Menschen damit, wenn sie die Lautfolge hören oder die Buchstabenfolge lesen? Selbst für den einzelnen Menschen bedeutet der Begriff oft Unterschiedliches. Der Begriff wird facettenreich und uneindeutig. Zum Signifikant gesellen sich unterschiedliche Signifikate. Das Zeichen gewinnt auf diese Art zwar neue Bedeutungs-Dimensionen, wird aber uneindeutig. Letzteres wird für die Kommunikation zum Problem.

Tina Klopp schreibt im Blog “Kulturkampf” auf zeit.de:

“Wer kümmert sich eigentlich im analogen Leben um all die armen Seelen, die Freundschaft nicht von Bekanntschaft unterscheiden können, die sich auf Weihnachtsfeiern zum Löffel machen oder bei geöffnetem Fenster so laut und peinlich streiten, bis sie endlich bemerken, dass das Kichern aus der Nachbarwohnung ihren Worten gilt?”

Ich glaube, dass es weniger darum geht, dass Menschen, die sich stark in sozialen Netzwerken bewegen diese Unterscheidung nicht treffen könnten. Ich glaube es geht hier viel mehr um einen blinden Fleck bei denjenigen, die rein negativ-kritisch an das Thema herangehen. Negativ-kritisch deswegen, weil sie einen Zustand beklagen, ohne Lösungen vorzuschlagen. Es ist leider das alte Lied: “Video killed the radio star.” Oder: “Der Roman verdirbt die Jugend.

So schreibt der ehemalige Yale-Professor und Literaturkritiker William Deresiewicz in “The Chronicle of higher Education”:

“We have given our hearts to machines, and now we are turning into machines. The face of friendship in the new century.”

Seinen Text lesend, erschrecke ich über die Eindimensionalität, mit der ein ehemaliger Professor für Literatur ein derartiges Phänomen verurteilen kann. Mit welcher Ignoranz eine gesellschaftliche Entwicklung ausgehend von klassischen Freundschaftsidealen, über christliche bis hin zu modernen gezeichnet wird, ohne dabei einzugestehen, dass es schon immer unterschiedliche Modelle von Freundschaft gab, die friedlich koexistiert haben.

Die meisten Aussagen wiederholen sich.

Ein konstruktiver Umgang fehlt leider oft. Wieso denkt man nicht darüber nach das Listenfeature bei Facebook zu erläutern. Eine Möglichkeit seine Statusupdates nur bestimmten Gruppen aus dem “Freundeskreis” zukommen zu lassen. Oder eben einzelne Personen/Gruppen als Empfänger auszunehmen.

Oder man versucht einen neuen Begriff für die Form der Web2.0 Freunde zu finden. Kontakte beispielsweise ist nicht derart emotional aufgeladen, so dass Missverständnisse hier seltener zu erwarten wären. Man könnte auch den Wunsch äußern, dass soziale Netzwerke unterschiedliche Freundschaftskategorien anbieten, zu denen man seine Kontake zusortieren kann. Die Anzeige könnte ja auf Wunsch trotzdem in einem einheitlichen Freunde-Pool erfolgen.

Jeder, der einen Freund registriert in einem Netzwerk müsste sich durch die Eingabe einer “Gruppenzugehörigkeit” Gedanken darüber machen, wie viel er diesem Menschen von sich preisgeben will.

Das Problem der Nutzer, die sich nicht bewusst sind, wie viel sie wem von sich zeigen, würde dadurch verringert.

In ihrem Buch “Rethinking Friendship: Hidden Solidarities Today” (Amazon Partnerlink) haben Liz Spencer und Ray Pahl acht verschiedene Typen der Freundschaft, basierend auf ihren Untersuchungen, identifizieren können. Ich versuche mich an einer Übertragung der Kategorien von Spencer/Pahl:

Sozii sind Menschen, mit denen ich gemeinsame Aktivitäten teile. Mein Hobby oder Sport beispielsweise
Nützliche Kontakte haben mit mir Informationen geteilt, meist auf die Arbeit bezogen
Gefällige Bekannte haben ausgeholfen. Vor allem im Sinn von nicht-emotionaler Hilfe
Gesellige Bekannte sind Freunde, mit denen man weggeht, sozialisiert und Spaß hat, die mir aber nciht auf tiefgründig-emotionalem Level bekannt sind
Hilfsbereite Freunde sind eine Kombination aus den beiden vorigen Kategorien
Tröstende Freunde sind wie “Hilfsbereite Freunde”, bieten aber auch emotionale Unterstützung
Vertrauenspersonen teilen auch sehr persönliche Informationen, genießen die Gesellschaft des anderen, sind aber nicht zwangsläufig immer verfügbar, weil sie möglicherweise weit weg leben
Seelenverwandte zeigen all die obigen Eigenschaften
Vielleicht wird durch einer derartige Einteilung ein produktiverer und sicherer Umgang Kontakten im Netz ermöglicht. Gerade in Netzwerken, in denen viele Kinder und Schüler unterwegs sind, sollte eine derartige Kategorisierung (natürlich mit verständlicher Erklärung) vorhanden sein. Schon um auf die Problematik aufmerksam zu machen.
  • Sozii sind Menschen, mit denen ich gemeinsame Aktivitäten teile. Mein Hobby oder Sport beispielsweise
  • Nützliche Kontakte haben mit mir Informationen geteilt, meist auf die Arbeit bezogen
  • Gefällige Bekannte haben ausgeholfen. Vor allem im Sinn von nicht-emotionaler Hilfe
  • Gesellige Bekannte sind Freunde, mit denen man weggeht, sozialisiert und Spaß hat, die mir aber nicht auf tiefgründig-emotionalem Level bekannt sind
  • Hilfsbereite Freunde sind eine Kombination aus den beiden vorigen Kategorien
  • Tröstende Freunde sind wie “Hilfsbereite Freunde”, bieten aber auch emotionale Unterstützung
  • Vertrauenspersonen teilen auch sehr persönliche Informationen, genießen die Gesellschaft des anderen, sind aber nicht zwangsläufig immer verfügbar, weil sie möglicherweise weit weg leben
  • Seelenverwandte zeigen all die obigen Eigenschaften

Vielleicht wird durch einer derartige Einteilung ein produktiverer und sicherer Umgang Kontakten im Netz ermöglicht. Gerade in Netzwerken, in denen viele Kinder und Schüler unterwegs sind, sollte eine derartige Kategorisierung (natürlich mit verständlicher Erklärung) vorhanden sein. Schon um auf die Problematik aufmerksam zu machen.

Was meint Ihr? Brauchen wir eine andere Sprachregelung im Netz – zumindest für all die “Digital Immigrants“? Ich freue mich auf Eure Kommentare.

Aug 9, 2010 - Social Media    No Comments

Innovation – Das Unheil des Buzzwords

Innovation ist beliebt. Präsentationen und Werbeversprechen fangen mit diesem “Heilsbringer” an. Das Unheil lauert wie so oft jedoch im Detail. Denn als Buzzword verdeckt “Innovation” meist erschreckende Fehler.

Innovation ist per se nicht schlecht. Problematisch wird es, wenn der Begriff zum "Buzzword" wird. (Bild: Chris Denbow / Lizenz: cc-by)

Gerade im Bereich der “Social Media Strategien” wird der Begriff “Innovation” mit erschreckender Häufigkeit verwendet. “Virales Marketing”, “Social Media Marketing”, “neuartige Marketingkonzepte” – all diese schönen Worthülsen, werden gern als Innovation verkauft. Dabei sollten Kampagnen, gerade im Bereich der sozialen Netzwerke, auf kommunikativen Kernkompetenzen fußen.

Wichtig ist, dass Geschichten erzählt werden. Dem Nutzer müssen Anküpfungspunkte geboten werden. Diese mit einer unerwarteten Neuerung verknüpft sorgen viel wahrscheinlicher dafür, dass sich eine solche Kampagne verbreitet. Der Mehrwert muss erkennbar sein, sonst werden derartige Kampagnen nicht geteilt.

Ich brauche immer einen Grund, um Inhalte mit meinen Freunden bei Facebook oder meinen Followern bei Twitter zu teilen. Jeder Link muss meiner “Leserschaft” (oder einem Teil) einen Mehrwert bieten. Sonst wird das Linksharing nicht in die nächste Generation gehen.

Der Aspekt der Relevanz für die Leserschaft hat sich in Studien gezeigt.

Scott Berkun, ehemaliger Manager bei Microsoft und Autor des Buchs “The Myths of Innovation” (Amazon Partnerlink*), ist bekannt für folgendes Zitat:

“The abuse of words like innovation, disruption, game changing and breakthrough is killing us. We’re tripping over our own egos, lost in the ignorance of romance for the vagaries of pseudo-thinking associated with these words. The more often people in a company use this word, the less likely anything worthy of that label is actually happening, as it’s often the confused and the desperate who believe simply saying a word again and again like a magic spell causes anything at all to happen.”

Die Droge Innovation

Innovation ist das Kokain der Werbung und des Pitchens. Wird der Begriff inflationär gebraucht, ist dies für mich inzwischen ein nahezu sicheres Zeichen, dass hinter dem vorgestellten Konzept kein Konzept steht. Hier eröffnen sich beispielsweise in der Kommunikationsstrategie oft gravierende Lücken. Zum Teil wird aus dem Bauchgefühl heraus etwas als Fakt dargestellt. Gerne auch, weil es “cool” ist.

So werden subjektive Gefühle zur Grundlage unternehmerischer Entscheidungen. Grundlage einer Entscheidung sollten, meiner Meinung nach, jedoch Zahlen, Daten und valide Fakten sein. Innovation ist die Droge der Werbetreibenden. Und wie eine Droge verdeckt sie die zugrunde liegenden Abgründe.

Werden aber Zahlen präsentiert, beziehen sie sich meist zwangsläufig auf andere Kampagnen. Hier wird über Beispiele argumentiert. Beispiele haben jedoch nur anekdotische Beweiskraft. Ist die Fremd-Kampagne mit meinem Unternehmen vergleichbar? Herrscht dort die gleiche kommunikative Kultur, wird das Unternehmen/Produkt draußen in gleicher Weise wahrgenommen? Sind die Zahlen also übertragbar?

Oft kommt es auch zu Attributionsfehlern. Hier werden Entscheidung von Menschen in bestimmten Situationen zurückgeführt auf die Charaktereigenschaften der Menschen. (Bei Umfragen lese: der Befragten) Vernachlässigt werden dabei situative Einflüsse, die die Entscheidung meistens stärker bedingen als der Charakter. So handeln Menschen, danach befragt, wie sie sich in einer bestimmten Situation verhalten würden oft völlig anders, als beim Eintreten der beschriebenen Situation.

“Innovation” an sich ist kein schlechter Begriff. Im Gegenteil.

Abgeleitet von seinen lateinischen Wurzeln bedeutet das Wort “erneuern, verändern, neu machen”. Diese Eigenschaften sind für Unternehmen normalerweise gute Charakterzüge. Weiterentwicklung im Sinn des Nutzers bedeutet, dass der Nutzer und seine Zufriedenheit in den Mittelpunkt gestellt werden.

Für Aktionen im Umfeld sozialer Medien bedeutet dies, dem User muss ein Mehrwert geboten werden. Ein Grund die Kampagne des Unternehmens mit seinen Kontakten zu teilen. Dies bedeutet, eine (ständige) Beobachtung des Nutzers, seines Verhaltens und eine transparente bidirektionale Kommunikation mit dem User. Nur daraus lassen sich die Erkenntnisse gewinnen, die die Fortentwicklung einer Kampagne sinnvoll ermöglichen.

Oft zeigt das häufige Hervorbrechen des Begriffs “Innovation” jedoch eine Maskierung von prozessualen Fehlern, fehlendem Verständnis des Users oder einer Führung, die verlernt hat zu führen. Manchmal ist auch einfach die Leidenschaft aus einem Unternehmen gewichen und durch zu viel Bürokratie ersetzt worden.

Quellen der Inspiration zu diesem Beitrag:

Welche Erfahrungen mit dem Begriff der “Innovation” habt ihr gemacht? Nutzt Ihr das Wort selbst häufig, oder geht Euch der Inflationäre Gebrauch schon auf die Nerven? Über Kommentare freue ich mich.

Leseempfehlung: Welchen Einfluss haben Facebook, Twitter & Co.?

Ich habe beschlossen ein neues Format zu probieren. Die Leseempfehlung. Hier werde ich interessante, einflussreiche oder einfach inspirierende Artikel, Blogbeiträge und andere Texte kurz vorstellen und verlinken. Das Ziel ist es also meinen Lesern Beiträge zu empfehlen, die ich als spannend betrachte.

Bücherregal: Die Leseempfehlung verweist auf interessante und lesenswerte Beiträge anderer Blogs (Bild: Barb McMahon / Lizenz: cc-by)

Die erste Leseempfehlung verlinkt heute einen Eintrag auf meinem deutschen Lieblingsblogs “detailverliebt.de“. Thorsten hat hier eine Präsentation von Paul Adams vorgestellt.

“Paul Adams arbeitet bei Google als Abteilungsleiter für “User Research” und beobachtet das Nutzerverhalten auf Social Networks wie Youtube, Buzz oder Facebook.” (Quelle: “Die Macht des Internets: Welchen Einfluss haben Facebook, Twitter & Co.?“)

Die Präsentation von Paul Adams ist dabei zwar leichte Kost und sehr leicht verständlich. Dennoch sei jeder Leser vorgewarnt: Die Präsentation besteht aus über 200 echt spannenden Folien und benötigt einiges an Zeit. Sinnvoll investierte Zeit, aber immer noch Zeit.

Ich danke Thorsten für die Arbeit, die er sich gemacht hat und freue mich schon auf den Folgeartikel zur Listenfunktion bei den Facebook-Freunden. Mit dieser Funktion kann man seine sozialen Kontakte sortieren und Statusmeldungen nur bestimmten Kreisen sichtbar machen. So sehen dann die Arbeitskollegen nicht unbedingt die Fotos der letzten wilden Party.

Spam: Wieso auf einmal?

Es gibt Momente, in denen frage ich mich, was ich denn nun schon wieder gemacht habe. Irgendwie habe ich nicht den Eindruck, das Blog sei irgendwie über eine magische Grenze gesprungen in der vergangenen Nacht. Doch für irgendeinen Spammer scheine ich über die Wahrnehmungs-Schwelle gerutscht zu sein.

Auf einmal wird das Blog von Spam überschwemmt. Gut das meine Plug-Ins filtern. Dennoch finde ich die Situation befremdlich. (Bildquelle: freezelight / Lizenz: cc-by-sa)

Bislang erhielt ich etwa 5 Spam-Kommentare pro Woche. Vom gestrigen Abend bis jetzt sind es schon 25. Irgendwie seltsam.

Eigentlich hatte ich ja geplant mich mit einem schöneren Thema aus dem Urlaub zurück zu melden. Doch irgendwie kam mir der Spam da gerade dazwischen.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit dem Problem gesammelt? Hat irgendwer eine Erklärung? Für Kommentare bin ich dankbar.

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