Social Media
No CommentsSocial Media Strategie: Nur eine Frage
Eigentlich muss am Anfang jeder Social Media Strategie nur eine einzige Frage stehen. Aus deren Beantwortung ergibt sich schließlich alles Weitere. Wie bei jeder Strategie muss zuerst die Frage geklärt werden: “Warum?”

Ein Brainstorming, das sein Ziel verfehlt hat. Hier hat schon beim erstellen der Einträge jeglicher Fokus gefehlt. Die Frage "Warum machen wir das?" ermöglicht diesen Fokus. (Bild: jurvetson / Lizenz: cc-by)
“Warum machen wir das?” Diese Frage verlangt eine klare Antwort. Diese Antwort kann auch lauten: “Es gibt keinen guten Grund es zu tun.”
Meistens wird die Antwort aber aus einem Aspekt bestehen, der die höchste Priorität in allen folgenden “Social Media”-Bemühungen des Unternehmens hat:
- “Wir wollen möglichst viele Friends auf Facebook und Twitter.”
- “Wir wollen Backlinks für SEO.”
- “Wir wollen einen hohen ROI.”
- “Wir brauchen einen Kanal für Nutzer-Feedback.”
- “Wir wollen hohe Partizipation unserer Nutzer erreichen.”
- … (beliebig erweiterbar)
Wer diese Frage nicht stellt wird sich unpriorisiert in der schönen bunten Welt sozialer Netzwerke verlieren, keinen Erfolg haben, keines der Ziele erreichen – sprich: scheitern. (Gut es mag die glücklichen Ausnahmen geben, ein geplanter Erfolg ist jedoch sicherer.)
Ich kenne einige Unternehmen, die erstmal nach dem Motto verfahren: “Wir machen einfach mal, probieren einfach mal aus.” Dabei fühlt sich niemand für das Projekt Social Media verantwortlich und es kommt zum “Bystander Effekt“. Den ein derartiges Scheitern einer inexistenten Strategie kann und darf mit einem Unfall und die Beteiligten mit den Zeugen/Gaffern/Zuschauern verglichen werden.
Jede Antwort bedingt (meist) eine andere Herangehensweise an das Thema “Social Media Strategie”. Betreibe ich vor allem Twitter, Facebook, suche ich Businesskontakte und nutze Xing oder LinkedIn. Ist meine Fanpage offen für Kommentare von Kunden/Usern/Friends? Organisiere ich eine virale Kampagne (wobei viral nicht zwingend erfolgreich aus ROI-Sicht ist). Will ich Nutzer-Partizipation, beteilige ich die User, etc.
Jede Strategie muss zwangsläufig individuell sein und sowohl dem Unternehmen, als auch dessen Hauptgrund für Social Media angepasst sein. Nur so ist Erfolg und eine Messung des Erfolgs möglich.