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1 Comment Facebook lernt Privatsphäre
Menschen haben Angst vor Neuerungen. Auch für die Datenschutz-Diskussion um Facebook trifft diese Aussage zu. Bislang wollte das Netzwerk möglichst Alles für Alle sichtbar machen. Nun rudert Zuckerbergs Unternehmen zurück.

Facebook will es seinen Nutzern erleichtern, künftig bestimmte Inhalte nur noch mit bestimmten Nutzern zu teilen. Wieso sie dafür jedoch die Listenfunktion nicht vereinfachen, bleibt mir ein Rätsel. (Bild: west.m / Lizenz: cc-by)
Inhalte nur für bestimmte Freunde sichtbar:
Wenn man bislang etwas auf Facebook (mit-)teilen wollte, war es recht schwer die Sichtbarkeit für bestimmte Personengruppen einzuschränken. Das soll sich nach einer Ankündigung von Facebook nun ändern.
Ich will das Urlaubsvideo nur mit meiner Familie teilen? Das geht. Ich will die Partybilder vom letzten Wochenende nur mit den Gästen teilen, nicht aber mit meinem Chef? Auch das geht. Einfach eine Gruppe eröffnen, die sogar per default auf “geschlossen” steht. Es können die Inhalte also nur von den Mitgliedern gesehen werden. Laut Promo-Video von Facebook ist das erstellen einer Gruppe künftig ziemlich einfach – wie auch das Einladen der Mitglieder.
Ich konnte das Feature leider noch nicht testen, da die Funktion noch nicht bei allen Nutzern verfügbar zu sein scheint. Doch meine ersten Gedanken dazu möchte ich teilen.
Es bleiben einige Fragen offen:
- Wie schnell sehe ich Updates in den Gruppen? Muss ich eventuell alle Gruppen einzeln aufrufen, um nichts zu verpassen?
- Werde ich in eine Gruppe eingeladen, muss/darf/kann ich erstmal entscheiden, ob ich die Einladung annehmen, oder bin ich automatisch Mitglied?
- Wieso hat Facebook nicht einfach die Listen-Funktion verbessert, die eigentlich genau diese Funktion (Einschränkung bei der Sichtbarkeit von Inhalten, die ich teile) erfüllt.
- Wie einfach ist das angepriesene, gemeinsame Arbeiten an Dokumenten? Ziel Facebook hier auf Google Docs?
- Wie viel genauere Daten gebe ich preis, durch das genauere Kartographieren meiner sozialen Zirkel? und wie wirkt sich das beispielsweise auf Freundschafts-Empfehlungen, Suchergebnisse, etc. aus?
Ich finde die Idee einer einfacheren Gruppierung meiner sozialen Kontakte grundsätzlich sehr begrüßenswert. Vor allem die automatische Geschlossenheit der Gruppen begrüße ich sehr. Ich hätte mir nur mehr Klarheit aus der Pressemitteilung/dem Blogeintrag von Facebook gewünscht.
Ich werde die neuen Funktionalitäten erstmal testen, sobald sie in meinem Profil verfügbar sind. Auch die Möglichkeit all meine Daten künftig in einer .zip-Datei herunter zu laden finde ich eine gute Idee. Auch die neue Übersichtlichkeit bei den Applikationen, welche ich registriert habe, welche Daten sie einsehen können, etc. klingt danach, als habe Facebook gelernt, das Privatsphäre für viele User ein wichtiges Gut ist.
Was meint Ihr? Nutzt Ihr eher die Listen-Funktion? Oder erscheinen Euch die neuen Gruppen-Funktionen als gute Alternative? Ich freue mich auf Eure Kommentare.
Update:
Ich hab inzwischen mal eine Gruppe angelegt. Die Updates in der Gruppe werden im Nachrichten-Strom dargestellt und es scheint so (Bestätigung muss ich noch abwarten), als würde man den Gruppen automatisch hinzugefügt.
In so fern sind zumindest zwei der oben gestellten Fragen beantwortet. Mal sehen, wie sich diese Funktionalität in der täglichen Nutzung macht.
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