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Anekdote: Passion schlägt Technik

Ich erinnere mich gerade an eine wundervolle Anekdote aus dem Geschichtsunterricht in der 12ten Klasse. Sie verdeutlicht auf reizvolle Art und Weise, dass Leidenschaft und Kreativität jedes technische Spielzeug in der Präsentation und der Nachhaltigkeit des Eindrucks schlägt.

Wie waren die gesellschaftlichen Bedingungen in der Zeit der Industriellen Revolution? Ein Geschichtslehrer hat es mir "verraten". (Bild: slekovjr; Lizenz: cc-by)

Lesezeit: (3 Minuten / 1 Minute)

Wir sprachen über die Zeit der industriellen Revolution und über die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die in dieser Zeit herrschten. Wie es den Menschen ging, wie Reichtum verteilt war, und so weiter. Ich glaube, trotz meinem großen Interesse für historische Themen, hätte ich heute kein derart deutliches Bild dieser Zeit vor Augen, hätte es diesen Lehrer nicht gegeben.

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Sep 10, 2011 - Persönliches    5 Comments

Das Leben ist gut

Ich sitze gerade im (chaotischen) Wohnzimmer, schaue mich um, trinke ein Glas Merlot und fühle eine tiefe Zufriedenheit. Ja, das Leben ist gut!

Einfach nur ein schönes Bild, weil es mir gut geht. (Bild emdot; Lizenz: cc-by)

Nehmen wir das Leben nicht viel zu oft als selbstverständlich hin? Lassen wir unsere Zeit nicht viel zu oft an uns vorbeifließen? So wie ich gerade hier sitze, nach einem (erfolgreichen) Tag harter Arbeit im Haus, spüre ich einfach, dass ich zufrieden bin. Ich bin glücklich. Es geht mir gut.

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Liebes Internet

Liebes Internet,

ich kenne Dich nun schon eine ganze Weile. Ja, wir sind wirklich schon einen langen Weg gemeinsam gegangen. Anfangs war es manchmal anstrengend: Das 14.400er Modem erschien schnell. Und doch wartete ich endlose Minuten, bis sich manche Bilder geladen hatten. Zumindest, bis ich zum ersten Mal an einer 2Mbit-Leitung saß.

Was habe ich nicht für schöne Diskussionen im IRC geführt? (Bild: N1NJ4 / Lizenz: cc-by)

Ja, heute sind schnellere DSL-Leitungen der Standard. Doch damals? 1998 war es das Paradies, eine Offenbarung. Ein Blick in eine Zukunft, die nur noch nicht gleichmäßig verteilt schien.

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Was hab ich denn so gemacht?

Gestern bin ich von einem sympathischen Menschen gefragt worden, was ich denn so gemacht hätte bislang. Die Frage bezog sich auf meine berufliche Karriere. Die Frage lässt mich nicht los. Und ich habe seit gestern darüber nachgedacht. Denn den Weg gehe ich ja schon etwas länger.

Nicht immer war der Weg so gradlinig und leicht zu finden. Doch gerade die Umwege haben oft die besten Erfahrungen ermöglicht. (Bild: Egan Snow / Lizenz: cc-by-sa)

Ja, aber was habe ich denn bisher gemacht? Ich könnte das auch alles unter dem Motto zusammen fassen: Ich habe gelernt.

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Willst Du jedem gefallen?

Wieso eigentlich ist “der Gefallen” und “(auf die Fresse) gefallen” identisch? Ergibt die Häufigkeit erfüllter Gefallen den Gefallenen? Kannst Du mir einen Gefallen tun? Nein!

Öfter mal NEIN sagen. (Bild: Môsieur J., Lizenz: cc-by-sa)

In den letzten sechs Monaten habe ich viel über mich, die Welt und mein Verhältnis zu ihr nachgedacht. Dabei habe ich einige schlaue Gedanken entdeckt. Oft an Orten, an denen ich sie so nie erwartet hätte. Unter anderem stellte ich mir die Frage: Wie kann ich glücklich(er) leben?

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Bedeutende Langsamkeit

Schnell, schneller, ausgebrannt. Gerne auch: Schnell, schneller, unwichtig. In der heutigen Zeit erschlagen uns Echtzeit-Nachrichten. Die tatsächliche Bedeutung einer Meldung wird dabei oft falsch eingeschätzt.

Handgeschriebene Zeitungen zeigen, das das Medium zwar nicht die Nachricht ist, aber das ein Medium die Nachricht - und ihre Relevanz - beeinflußt. (Bild: adactio / Lizenz: cc-by)

Leidenschaft und Distanz. Überblick und die Liebe für Details. Eigenschaften, die in der heutigen Zeit immer mehr in Vergessenheit zu geraten scheinen. Sie fallen vom Rand des twitterisierten Schreibtisches und rutschen durch die Tasten einer USB-Tastatur. Fakten? Wer benötigt die schon? Geprüfte und hinterfragte Zahlen? Egal, solange die Klickzahlen stimmen.

Heute heißt es nicht mehr: “Be first, but first be right.” Heute heißt es: “Be first, but first be first.”

Dabei beobachte ich, wie ich selbst eine gewisse schizoide Einstellung zu Nachrichten entwickelt habe: Ich wünsche mir einerseits die schnelle Information, das schnelles Update und einen zügigen Überblick über die Nachrichtenlage.

Das ist wie ein schneller Snack “to go”. Doch damit ist mein Hunger nach Information nicht gestillt. In mir lebt der Wunsch nach tieferem Verständnis. Danach etwas zu durchdringen und aus dem Schatten des Halbwissens heraus treten zu können. Hintergründe, die einordnen oder Kommentare die bewerten (und ihre Subjektivität transparent kenntlich machen) – das wünsche ich mir.

Oft wird doch nur das schon Bekannte wiedergekäut. Die meisten Seiten sind widerliche Nachrichten-Wiederkäuer.

Doch es gibt seltene Ausnahmen. Es gibt noch heute handgeschriebene Zeitungen. Medien, die auswählen, weil die Herstellung ein aufwändiger Prozess ist. Medien, deren größter Wert die Leidenschaft ist, mit der sie geschaffen werden.

Ein besonderes Beispiel ist “The Musalman”:

[youtube:http://www.youtube.com/watch?v=LUmdx2YHGcA 576 358]

Mir fehlen die Worte und ich bin sprachlos, ob der Schönheit und der Fremd- und Eigenartigkeit dieser Form der Zeitungsproduktion.

Jan 18, 2011 - Persönliches    No Comments

Pause, Persönliches, Perfektionismus

Dieser Eintrag ist vollständig persönlich. Wer nun irgendwelche Erwartungen an “Social Media”, “Twitter” oder “Facebook” hegt, wird enttäuscht. Thema ist eine Blog-Pause auf schriftrolle.de. Eine Pause von Buchstaben auf Word, eine Pause von Bits und Bytes.

Meine internen Abläufe bedürfen eines Reboots. Daher erfolgt eine Blogpause. (Bild: jeff_golden / Lizenz: cc-by-sa)

Vielleicht ist es auch eine Netz-Pause. Ein verstärkter Rückzug aus den sogenannten “sozialen Netzwerken”, um die internen Filter und Speichermedien mal wieder vom digitalen Datenmüll zu befreien. Zumindest die digitale Präsenz wird reduziert werden in dieser Zeit. Während einer Defragmentierung sollte man ja auch nicht zu viel auf den Festplatten treiben.

Der Grund lautet: “buffer overflow

Pufferüberläufe (engl. buffer overflow) gehören zu den häufigsten Sicherheitslücken in aktueller Software, die sich u. a. über das Internet ausnutzen lassen können. Im Wesentlichen werden bei einem Pufferüberlauf durch Fehler im Programm zu große Datenmengen in einen dafür zu kleinen reservierten Speicherbereich, den Puffer, geschrieben, wodurch nach dem Ziel-Speicherbereich liegende Speicherstellen überschrieben werden. (Quelle: wikipedia)

Mein Gehirn ist ein Speichermedium. Jeden Tag, jede wache Stunde, beinahe jede Minute fließen Informationen in meinen Speicher. Mein Gehirn ist wie ein Schwamm. Es saugt diese Informationen auf, es kategorisiert sie und legt sie ab.

Mein Gehirn nutzt diese informationen, diese Objekte des Wissens, um daraus durch Rekombination “neues” Wissen zu schaffen. Erkenntnis zu befördern und Probleme zu hinterfragen und zu durchdringen.

Ein Parser (engl. to parse „analysieren“ bzw. von lateinisch pars „Teil“; im Deutschen gelegentlich auch Zerteiler) ist ein Computerprogramm, das in der Computertechnik für die Zerlegung und Umwandlung einer beliebigen Eingabe in ein für die Weiterverarbeitung brauchbares Format zuständig ist. Häufig werden Parser eingesetzt, um im Anschluss an den Analysevorgang die Semantik der Eingabe zu erschließen und daraufhin Aktionen durchzuführen. (Quelle: wikipedia)

Filter sorgen normalerweise dafür, dass dieser Informationsstrom die richtigen Bahnen nimmt und in der richtigen Menge von statten geht.

Diese Filter sind im Moment überlastet.

Im Vergleich zu einem Recognizer, der die Eingabe analysiert und ausgibt, ob diese im Sinne der Vorgaben richtig oder falsch ist, gibt der Parser die Analyse einer Eingabe in einer gewünschten Form aus und erzeugt zusätzlich Strukturbeschreibungen. (Quelle: wikipedia)

Ich nutze ganz bewusst die Sprache der Technik, um in diesen Analogien zu beschreiben, warum ich mich einige Zeit zurückziehen werde. Mein Gehirn braucht einen Reboot, vielleicht sogar ein “neues Gehäuse”. Ich nehme eine Auszeit aus dem sozialen Netz.

Die Zwänge, zumindest die gefühlten Zwänge des “sozialen” Netzes erscheinen oftmals auch als die Fesseln, die den freien Geist an sich binden, aussaugen durchkauen. Nur um am Ende des Zyklus ausgespuckt zu werden und zu sehen, wie der Zyklus erneut beginnt. Iteration 2.0 sozusagen. Eine Auszeit aus der empfunden gezwungenen Content/Produktion.

Mein Anspruch ist es ein Problem immer so gut wie möglich zu durchdringen. Fragen zu stellen, die den Kern des Systems berühren oder zumindest den Weg dorthin zeigen. Ich will Systeme verstehen und darin zeigt sich auch der Perfektionismus, der Teil meines Wesens ist.

Den Ansprüchen gerecht zu werden, kann ich im Augenblick nicht. Schalte ich mein text-produktives Schaffen auf Standby. Mein Anspruch auf Durchdringung muss erst auf mich selbst angewandt werden.

Ich werde sicherlich den ein oder anderen Inhalt beispielsweise bei Twitter verbreiten. Ungefilterte Rohdaten sozusagen, die Andere nutzen sollen um daraus gedankliche Diamanten zu pressen. Wer daran interessiert ist, darf mir gerne auf Twitter folgen.

Bis dahin verbleibe ich,

Sven Döring (@sdoering)

ps.: Schöner Nachtrag:

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