Social Media
No CommentsDie “Social Media”-Blase Teil III: Was ist mit Google?
Google ein Unternehmen in der “Social Media”-Blase? Nicht ganz, und dann doch irgendwie. YouTube, Picasa und neue Ideen ein eigenes soziales Netzwerk zu schaffen.

Google ist weniger eine Suchmaschine, als ein Werbeplatz-Vermarkter. Mit guten Produkten schaffen sie Wertschöpfung für sich und die Nutzer. (Bild: Randy Zhang&XXX /Bearbeitung: sdoering / Lizenz: cc-by)
Hat Google eine dissoziative Persönlichkeitsstörung? (Google erscheint als gespaltene Persönlichkeit)
“Ich bin dann mal weg.” Oder anders gesagt: Google findet, was ich suche und schickt mich wieder weg. Das Ziel der Suchmaschine ist es, mir Werbung zu zeigen (die für mich relevant ist) und mir gleichzeitig so schnell wie möglich das zu geben, was ich suche. Offensichtlich ist Google damit so erfolgreich, dass sie Geld verdienen.
Andererseits ist Googles Tochter YouTube, nicht wirklich profitabel, ständig mit urheberrechtlichen Problemen behaftet und von einigen Ländern juristisch hart angegangen. Es scheint, als sei die erfolgreichste Video-Plattform im Internet finanziell kein Glücksgriff für Google gewesen. Doch das Unternehmen kann sich die Spielwiese leisten. Gekauft wurde YouTube 2006 für eine Milliarde. So der Stand, vor der Recherche.
Dann entdeckte ich folgende Fakten: Der Umsatz der Plattform wird dieses Jahr wohl bei gut 900 Millionen liegen. Hier müssen natürlich Abzüge, Steuern und Kosten abgezogen werden. Sollte sich der Service so weiterentwickeln, könnte sich das Geschäft zumindest auf lange Sicht gelohnt haben.
Finden was man sucht – ein wertvoller Service
Die durch Google gewonnene Zeit stellt neben der bereitgestellten Information für mich eine echte Wertschöpfung dar. Im echten Leben würde ich sowas guten Service nennen.
Stellt Euch mal vor Ihr könntet einen Supermarkt oder einen Baumarkt googlen. Ihr fändet sofort was ihr sucht, keine Lebenszeit wäre verschwendet und das Einkaufserlebnis toll. Zugleich könnte mir der Markt spezifische Werbung präsentieren. Beispielsweise Angebote aus der gleichen Produktkategorie, oder eben passende Produkte zu meinem Kauf. Jemand kauft immer Kaffee und Milch. Vielleicht wird ihm beim nächsten (Solo-)Milchkauf ein Angebot für Kaffee vorgeschlagen. Oder beim Kauf von Käse wird ein neuer Käse im Sortiment beworben.
Ich glaube ich sollte die Idee einfach mal weiterdenken…
Fazit
Es gibt noch viele weitere Unternehmen im “Social Media”-Umfeld. Viele leben von der Hoffnung auf künftige Einnahmen. Zum Teil ohne wirkliches Business-Modell. Nichts desto trotz erreichen sie in unterschiedlichen Runden massive Investitionen durch Risikokapitalgeber.
Ich fühle mich an die Zeit vor 11 Jahren erinnert. Immer und immer und immer wieder. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Blase eines (nicht zu fernen Tages) Tages platzen wird. Wer überlebt steht noch nicht fest, doch es wird für viele Firmen Zeit, sich ein Geschäftsmodell aufzubauen, dass auch in und nach einer Krise bestand haben kann.
Denn nur so können sie als wertvoller Dienst für die Nutzer und als wertschöpfender Dienst für Unternehmen dienen.
ps.: Ich selbst nutze Twitter sehr gerne – folgt mir einfach!
