Gesellschaft, Social Media
1 Comment Wahrscheinlich, aber vorschnell
SchülerVZ-Tatverdächtiger begeht wahrscheinlich Selbstmord
Mehere Medien berichten vom vermeintlichen Selbstmord des Tatverdächtigen in der JVA Plötzensee. Dem entgegen steht lediglich die Bestätigung, dass sich ein (sic!) 20-jähriger Insasse vermutlich das Leben genommen hat.
Der wegen der SchülerVZ-Erpressung Tatverdächtige, ein 20 Jahre alter Mann aus Erlangen, hat in der Jugendstrafanstalt Plötzensee Selbstmord begangen. Das bestätigte ein Sprecher der Justizverwaltung gegenüber dpa. (Quelle: netzpolitik.org)
Von einem Sprecher der JVA Plötzensee wurde egenüber der dpa jedoch lediglich bestätigt, dass ein 20-jähriger Insasse der Haftanstalt wahrscheinlich Selbstmrd begangen habe. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich um besagten Datendieb handelt. Dennoch ist diese eindeutige Festlegung zu einem frühen Zeitpunkt nicht hundertprozentig richtig.
Der Sprecher der Justizverwaltung, Bernhard Schodrowski, bestätigte der dpa auf Anfrage den Selbstmord eines 20-Jährigen in Plötzensee. Zu weiteren Einzelheiten wollte er sich nicht äußern. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte, es sei “ein 20-jähriger Insasse tot aufgefunden worden. Die Umstände sprechen für einen Suizid.” (Quelle: spiegel.de)
Der Tatverdächtige hatte über eine Million Nutzerprofile bei schuelerVZ gestohlen und versucht die VZ-Gruppe zu erpressen.
Eine traurige Geschichte. (Quelle: netzpolitik.org)
Der Tod eines jeden Tatverdächtigen in einer JVA, vor allem der Selbstmord ist natürlich nicht positiv zu sehen. Dennoch ist diese Wertung imho fragwürdig. Traurig wäre meiner Meinung nach, wenn die Daten tatsächlich auf dem “freien Markt” gelandet wären und aufgrund dessen einem der schuelerVZ-ler etwas passiert wäre.
— Update: —
Wie zu erwarten war, hat sich die Meldung bestätigt. Nichts desto trotz sollte imho in seriösen Meldungen bei einer fehlenden eindeutigen Bestätigung, immer auch der Zweifel herauszulesen sein. Und das nicht erst im letzten Absatz.
