Es ist Zeit zurückzuschauen. Das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich habe mich gefragt, was wohl meine erfolgreichsten Postings 2010 waren. Doch wie misst man eigentlich den Erfolg?

Ich danke all meinen Lesern für jeden Besuch auf meiner Webseite. Vielen Dank dafür. (Bild: Unhindered by Talent / Lizez: cc-by-sa)
Erfolgsmessung
Ich habe mich dazu entschieden die einfachste – und neutralste Wertung vorzunehmen. Ich messe die Seitenaufrufe und erstelle daraus eine Rangliste. Ich könnte auch Kommentare zählen und prüfen, welches Posting die meisten Diskussionen angeregt hat.
Ich könnte auch prüfen, welche Artikel die meisten “Einspringer” hatten. Also welche Artikel am meisten Besucher über Google, oder über soziale Netzwerke erhalten haben.
Ich könnte auch Backlinks zählen. Also prüfen, welche Artikel für andere so viel Wert hatten, dass sie darauf verlinkt haben.
Auch hätte ich prüfen können, welche Artikel die Besucher am längsten gefesselt haben. Also ein Ranking nach Besuchszeit sortieren können. Doch müsste ich dann auch die Länge der Artikel einbeziehen und eine “Normalisierung” der Werte vornehmen.
Doch da ich der “Herr im Haus” bin, entscheide ich mich ganz undemokratisch für Seitenaufrufe. Warum? Artikel wollen gelesen werden. Und die Anzahl der Seitenaufrufe gibt diesen Wert recht gut wieder.
Da ich nicht auf “normale Bannerwerbung” setze, sind mir Seitenaufrufe, außer für mein Ego, relativ egal. Ich möchte zu eigenen Gedanken anregen, Social Media näher bringen und meine Sicht auf aktuelle Entwicklungen darlegen. Im Alltag ist die Messgröße “Seitenaufrufe” für mich also nur zweitrangig.
Die Top 5 Postings 2010
So viele Follower brauch niemand
Twitter war ein Thema und wird ein Thema bleiben. Die Evolution vom Netzwerk für irrelevantes, zur veritablen Nachrichtenquelle hat das Unternehmen geschafft. Viele Menschen in meinem Umfeld fragen sich jedoch noch immer, was sie mit Twitter anfangen sollen und was das eigentlich ist.
Unternehmen fragen sich, welche Kenngrößen für ihren Twitter-Auftritt relevant sein könnten.
“Der Bär hatte zwei Follower. Den kleinen Tiger und die Tigerente. Zu dritt machten sie sich auf den Weg ins gelobte Panama. Und zu dritt erreichten sie ihr persönliches Paradies, wenn auch nicht Panama, so doch die dafür gehaltene, alte Heimat.” (So viele Follower brauch niemand)
t3n: Promotion einer Facebook Fanpage
Wie gestalte ich meinen Auftritt bei Facebook. Diese Frage wird auch 2011 viele Unternehmen in Deutschland bewegen. Hat ein solcher Auftritt überhaupt Sinn? Und wenn ich mich auf Facebook begebe, wie gewinne ich dann Freunde?
Ein Beispiel, das ich in diesem Jahr aufgegriffen habe, hat es unter die Top 5 geschafft.
“Die Macher von t3n.de haben sich jetzt ein Gewinnspiel einfallen lassen, um ihre Fanpage zu promoten. Wer seinen (Blogger-)Arbeitsplatz fotografiert, das Bild mit einer Erklärung auf der Fanpage hochläd, kann eine Flip-Cam gewinnen.” (t3n: Promotion einer Facebook Fanpage)
Soziale Netzwerke: Freundschaft wird überbewertet
Ja, ich habe mich im Lauf des Jahres immer stärker kritisch zu Themen rund um die bunte Welt Namens “Social Media” geäußert. Ich neige dazu Ereignisse und Phänomene zu hinterfragen. Ziel ist dabei immer größeres Verständnis der Dinge, die ich kritisiere.
Erst wenn ich glaubwürdig meine Gegenposition verargumentieren kann, habe ich meine Position auch wirklich verstanden.
“Was bedeutet Freundschaft? Was verbinden Menschen damit, wenn sie die Lautfolge hören oder die Buchstabenfolge lesen? Selbst für den einzelnen Menschen bedeutet der Begriff oft Unterschiedliches. Der Begriff wird facettenreich und uneindeutig.” (Soziale Netzwerke: Freundschaft wird überbewertet)
“Social Media”-Stigma und Twitter-Elite
“Suchen wir uns unser Following künftig nach dem Klout-Faktor aus? Werden wir in ein paar Jahren, wenn das soziale Netz und die Realität noch weiter verschmolzen sind, via Augmented Reality den “sozialen Einfluss” jedes Menschen sehen können?” (Social Media”-Stigma und Twitter-Elite)
Ich bekenne mich ja gerne zu meiner Vorliebe für soziale Netzwerke. Für mich bieten sich hier viele Gelegenheiten, Kommunikation produktiv zu nutzen.
Doch versuche ich auch die Gefahren von Innovationen zu sehen. Eine dieser Gefahren, die für mich in diesem Jahr augenscheinlich wurden, ist die Bildung neuer Eliten. So unbedeutend sie schlussendlich in der “realen Welt” sein mögen, ist dies doch eine Entwicklung, die man beobachten sollte.
Denn die Grundlagen, die heute gelegt werden, werden unsere (Online-)Welt von Morgen prägen.
Social Media Strategie (Teil I – III)
Diese drei Postings waren ursprünglich als ein einziger Beitrag geplant. Doch im Lauf der Recherche merkte ich schon, dass das Thema zu Umfangreich für ein einziges Posting sein dürfte. Daher hatte ich mich entschieden, eine Serie daraus zu machen.
Dank Google sind die drei Postings mit Abstand die meistgelesenen Postings in diesem Jahr.
Meine Einstiegsfrage in das Thema “Social Media Strategie” war dabei, was muss man tun um zu scheitern. Hat man sich diese Punkte verdeutlicht, werden gangbare Wege sehr viel schneller sichtbar.
“Welcher Vorstand/Chef würde schon ohne Ticket und Hotelzimmer an den Flughafen fahren, um auf eine Konferenz zu fliegen? Wie überall im Leben ist vorausschauende Planung auch im Social Web alles.” (Social Media Strategie (Teil I) – Sie wollen scheitern? So geht’s!)
Welche Artikel haben Euch besonders gut gefallen? Folgt mir auf Twitter und schreibt sie mir.