Social Media
7 Comments2011: Fünf “Regeln” für Social Media
Die Zeit der guten Vorsätze ist vorbei. Jetzt kann ich endlich sinnvolle Vorschläge in den Raum werfen. Habe ich letztes Jahr noch einen Onlinedienst genutzt um mich ans Bloggen zu erinnern, will ich dieses Jahr selbst ein paar Ideen für einen besseren Umgang mit sozialen Netzwerken vorschlagen und zur Diskussion stellen.

Ja, Facebook und Co. sind eine große Spielwiese - doch muss man deswegen jeden Scheiß mitmachen? (Bild: twicepix / Lizenz: cc-by-sa)
Meine Vorschläge für “Social Media”-Regeln 2011
Ja klar, ich weiß, “Social Media” darf keine Regeln haben. Jeder ist hier ja ach so individuell und darf machen, was er (oder sie, oder es) will. Also nennen wir die Regeln einfach – Regeln.
- Kein “Ich gehe gerade aufs Klo” mehr.
Bitte, bitte lasst es einfach. Ich will keine Bilder oder Texte davon sehen, wie Ihr aufs Klo geht, oder ob Ihr Euch bei der letzten Party übergeben musstet, weil Ihr den Alk-Konsum nicht unter Kontrolle habt. Lasst Euch behandeln, aber heftet Euch solche Entgleisungen nicht noch mit Stolz an die Brust.
Ganz nebenbei – immer mehr Arbeitgeber schauen auch bei Facebook und Co. nach, was potentielle Bewerber so treiben. Daher das Motto: “Erst denken, dann senden.”
- Bald kommt der Frühling – putzt mal Eure Freundes-Listen
Ja, es wird Zeit für den großen Frühlingsputz bei Facebook, VZ, Twitter und Co. Wie viele Eurer sogenannten Freunde habt Ihr in den letzten vier Wochen gelesen? Wie viele haben überhaupt gepostet? Irgendwelche Nachrichten? Status-Updates? Neue Bilder? Nein – dann einfach mal raus damit.
Vergleicht mal einen Abend zu Dritt im Café mit einem Abend auf einer großen Geburtstagsfeier – welche Gespräche sind intensiver, welcher zwischenmenschliche Kontakt bleibt Euch länger im Kopf? (Nein ich mein nicht die groß-busige Blondine, oder den gut-bestückten Studenten)
Das Motto: “Nicht neu, sondern mit Perwoll gewaschen.”
- Sei keine Konsum-Hure. Sei der Zuhälter!
Einen Kommentar schreiben, vielleicht selbst einen Blog anfangen? Wieso nicht. Sich einfach von der “Konsum-Hure” zum Inhalte-Zuhälter aufschwingen ist gar nicht so schwer. Jeder hat Geschichten, die für andere interessant sein können. Jeder weiß etwas, wieso also nicht sein Wissen teilen? Und wenn nicht, so hast Du noch immer Deine Meinung. Wieso also nicht einfach mal was sagen/schreiben?
Jeder der im Netz Inhalte produziert freut sich, wenn er ein Feedback erhält. Und sei es nur um sich zu verbessern. Also wieso nicht ein wenig der “Liebe teilen”? Wieso nicht einfach mal öfter einen Kommentar hinterlassen? Kritik üben, Danke sagen – das kostet nicht viel Zeit. Sehr viel weniger als ein Blog-Posting.
Motto: “Gib etwas zurück.”
- Du sollst Deine Daten achten.
Ja, Deine Daten sind viel wert – am meisten jedoch für Dich. denn Facebook kann Dir Werbung servieren – aber keine Liebe. Facebook, Twitter, Google und wie sie alle heißen – für sie bist Du “Humankapital” im dreckigsten Wortsinn. Lass es Dir auf der Zunge zergehen und sprich mir nach: “Ich bin Humankapital, ich bin Humankapital, ich bin Humankapital.”
Marc Zuckerberg verdient sein Geld nur, weil Du es ihm schenkst. Ohne Dich wäre er nichts.
Motto: “Ich liebe meine Daten.”
- Ja bin ich denn schon draußen?
Es gibt ein Leben neben 0 und 1, neben Bits und Bytes. Neben Facebook, Twitter und Co. Einfach mal den Rechner ausschalten und den Fernseher gleich dazu. Los, geh raus, genieße die Natur, mach was verrücktes, oder lies Deiner Liebsten mal ein Buch vor.
Einkaufen, kochen und mit einem Dinner bei Kerzenschein überraschen – das geht nicht, wenn nebenbei das 10te Netzwerk ruft.
Motto: “Offline ist manchmal auch ganz schön.”
So und nun seid meine braven Schäfchen und folgt mir auf Twitter. Oder meinem RSS-Feed hier im Blog.
