Persönliches
No CommentsPause, Persönliches, Perfektionismus
Dieser Eintrag ist vollständig persönlich. Wer nun irgendwelche Erwartungen an “Social Media”, “Twitter” oder “Facebook” hegt, wird enttäuscht. Thema ist eine Blog-Pause auf schriftrolle.de. Eine Pause von Buchstaben auf Word, eine Pause von Bits und Bytes.

Meine internen Abläufe bedürfen eines Reboots. Daher erfolgt eine Blogpause. (Bild: jeff_golden / Lizenz: cc-by-sa)
Vielleicht ist es auch eine Netz-Pause. Ein verstärkter Rückzug aus den sogenannten “sozialen Netzwerken”, um die internen Filter und Speichermedien mal wieder vom digitalen Datenmüll zu befreien. Zumindest die digitale Präsenz wird reduziert werden in dieser Zeit. Während einer Defragmentierung sollte man ja auch nicht zu viel auf den Festplatten treiben.
Der Grund lautet: “buffer overflow”
Pufferüberläufe (engl. buffer overflow) gehören zu den häufigsten Sicherheitslücken in aktueller Software, die sich u. a. über das Internet ausnutzen lassen können. Im Wesentlichen werden bei einem Pufferüberlauf durch Fehler im Programm zu große Datenmengen in einen dafür zu kleinen reservierten Speicherbereich, den Puffer, geschrieben, wodurch nach dem Ziel-Speicherbereich liegende Speicherstellen überschrieben werden. (Quelle: wikipedia)
Mein Gehirn ist ein Speichermedium. Jeden Tag, jede wache Stunde, beinahe jede Minute fließen Informationen in meinen Speicher. Mein Gehirn ist wie ein Schwamm. Es saugt diese Informationen auf, es kategorisiert sie und legt sie ab.
Mein Gehirn nutzt diese informationen, diese Objekte des Wissens, um daraus durch Rekombination “neues” Wissen zu schaffen. Erkenntnis zu befördern und Probleme zu hinterfragen und zu durchdringen.
Ein Parser (engl. to parse „analysieren“ bzw. von lateinisch pars „Teil“; im Deutschen gelegentlich auch Zerteiler) ist ein Computerprogramm, das in der Computertechnik für die Zerlegung und Umwandlung einer beliebigen Eingabe in ein für die Weiterverarbeitung brauchbares Format zuständig ist. Häufig werden Parser eingesetzt, um im Anschluss an den Analysevorgang die Semantik der Eingabe zu erschließen und daraufhin Aktionen durchzuführen. (Quelle: wikipedia)
Filter sorgen normalerweise dafür, dass dieser Informationsstrom die richtigen Bahnen nimmt und in der richtigen Menge von statten geht.
Diese Filter sind im Moment überlastet.
Im Vergleich zu einem Recognizer, der die Eingabe analysiert und ausgibt, ob diese im Sinne der Vorgaben richtig oder falsch ist, gibt der Parser die Analyse einer Eingabe in einer gewünschten Form aus und erzeugt zusätzlich Strukturbeschreibungen. (Quelle: wikipedia)
Ich nutze ganz bewusst die Sprache der Technik, um in diesen Analogien zu beschreiben, warum ich mich einige Zeit zurückziehen werde. Mein Gehirn braucht einen Reboot, vielleicht sogar ein “neues Gehäuse”. Ich nehme eine Auszeit aus dem sozialen Netz.
Die Zwänge, zumindest die gefühlten Zwänge des “sozialen” Netzes erscheinen oftmals auch als die Fesseln, die den freien Geist an sich binden, aussaugen durchkauen. Nur um am Ende des Zyklus ausgespuckt zu werden und zu sehen, wie der Zyklus erneut beginnt. Iteration 2.0 sozusagen. Eine Auszeit aus der empfunden gezwungenen Content/Produktion.
Mein Anspruch ist es ein Problem immer so gut wie möglich zu durchdringen. Fragen zu stellen, die den Kern des Systems berühren oder zumindest den Weg dorthin zeigen. Ich will Systeme verstehen und darin zeigt sich auch der Perfektionismus, der Teil meines Wesens ist.
Den Ansprüchen gerecht zu werden, kann ich im Augenblick nicht. Schalte ich mein text-produktives Schaffen auf Standby. Mein Anspruch auf Durchdringung muss erst auf mich selbst angewandt werden.
Ich werde sicherlich den ein oder anderen Inhalt beispielsweise bei Twitter verbreiten. Ungefilterte Rohdaten sozusagen, die Andere nutzen sollen um daraus gedankliche Diamanten zu pressen. Wer daran interessiert ist, darf mir gerne auf Twitter folgen.
Bis dahin verbleibe ich,
Sven Döring (@sdoering)
ps.: Schöner Nachtrag:

