Abtreibung to go oder Zucker-Schock? Entscheide Dich!

Man muss unsere Politiker schon verstehen. Die machen sich einfach Sorgen. Große Sorgen.

Besorgt um unsere Frauen

Sorgen um die armen, hilflosen und leicht verführbaren Frauen da draußen. Sie müssen vor der gefährlichsten Sache der Welt geschützt werden: Sachlicher Information.

Denn wenn eine Ärztin auf ihrer Webseite schreibt, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführt, ist das für das weibliche Gehirn ja quasi eine Einladung zum Sommerschlussverkauf. Das ist keine medizinische Info, das ist ein unwiderstehlicher Lockruf! Welche Frau kann da schon widerstehen? Da sucht frau sich doch direkt den nächsten Kerl, lässt sich kurz schwängern, nur um dieses "Limited Time Offer" im OP-Saal wahrzunehmen. Einmal Ausschabung zum Mitnehmen, bitte! Man gönnt sich ja sonst nichts.

Frauen sind einfach viel zu anfällig für Fakten.

Man muss unsere Politiker aber auch verstehen. An anderer Stelle sind sie nämlich tiefenentspannt.

Unbesorgt um unsere Kinder

Keine Sorgen machen sie sich um unsere Kinder. Diese kleinen, stoischen Felsen in der Brandung des Kapitalismus. Es ist doch allgemein bekannt: Ein Dreijähriger lässt sich von Werbung kein bisschen beeinflussen. Bunte Zuckerbomben zur Primetime? Maskottchen, die direkt das Belohnungszentrum im Gehirn anfeuern? Pah!

Das durchschnittliche Kind analysiert kühl den Nährwert, prüft den glykämischen Index und sagt dann mit fester Stimme: "Nein, Papa. Die bunten Farben des Zucker-Slushies verfangen bei mir nicht. Ich präferiere den ungesüßten Fencheltee." Kein Kind würde jemals quengeln, nur weil ein Tiger auf der Packung Breakdance tanzt.

Kinder sind einfach immun gegen Manipulation.

Darauf erst mal einen Kinderriegel.